3. Mannschaft - A-Klasse Bremen 2017/18

  Name, Vorname
DWZ
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Pkt
 
%
1 Wahrenberg,Ralf 1787
-
0
2 Niefünd,Michael 1777
1
1
3 Binias,Ralf 1759
0
1
4 Schnorfeil,Reiner 1696
1
0
5 Vollmer,Andreas 1762
0
-
6 Ahrens,Gunnar 1667
1
½
7 Schröder,Frank 1694
1
1
8 Radtke,Benjamin 1598
-
-
9 Hurrle,Juergen 1628
-
1
10 Ungar,Benedict 1601
1
-
11 Monnerjahn,Lukas Malte 1627
-
-
12 Strozyk,Jannig 1625
-
-
13 Sinnhoefer,Mike 1531
1
-
14 Wenke,Andrea 1560
-
-
15 Sinnhöfer,Lilian 1465
-
-
16 NN  
./.
 
Ergebnis
 
6

zur aktuellen Tabelle

Sieben Mann - ein Team
Runde 2 - 12.11.2017 - HB-Ost2 vs DSK3  - Bericht von Michael Niefünd

Nur zu siebt zogen wir gen Bremer Osten: Benedikt Ungar konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht und Andreas Vollmer wurde am Vortag von der Zweiten angefordert, damit man dort wenigstens komplett antreten konnte. Nun gut, wir lagen also 0:1 hinten.

Brett
Melde Nr.
Mgl. Nr.
Spieler(Heim)
Ergebnis
Melde Nr.
Mgl. Nr.
Spieler (Gast)
1
68 
Kizilirmak,Okyar 
1 - 0 
110 
Wahrenberg,Ralf 
2
45 
Block,Timo 
0 - 1 
1081 
Niefünd,Michael 
3
11 
Angermann,Thomas 
0 - 1 
1120 
Binias,Ralf 
4
65 
Genath,Daniel 
1 - 0 
342 
Schnorfeil,Reiner 
5
61 
Wurdig,Georg 
0.5 - 0.5 
109 
Ahrens,Gunnar 
6
32 
Differt,Roderich 
0 - 1 
157 
Schröder,Frank 
7
44 
Pfluger,Jan 
0 - 1 
247 
Hurrle,Juergen 
8
16 
41 
Strümpler,Claus 
+/- 
 
 
 
 
 
 
Gesamtergebnis:
3.5 - 4.5 
 
 
 

Nach zweieinhalb Stunden hatte Michael Niefünd an Brett 2 seinen jungen Gegner mattgesetzt, nachdem dieser in der Eröffnung zwei Bauern eingestellt und anschließend seinen König im Zentrum beließ, was letztendlich Haus und Hof kostete.
Nach rund drei Stunden hatte Ralf Binias seinen Gegner zur Aufgabe gezwungen. In einer Spanischen Eröffnung hatte er freieres Spiel im Zentrum bekommen und die Türme auf der d-Linie verdoppelt. Nach einem Turmtausch fand sein Gegner nicht die beste Fortsetzung. Ralf konnte infolge einer Springertaktik einen wichtigen Bauern gewinnen, was zur sofortigen Aufgabe zwang.

Damit lagen wir jetzt 2:1 vorne. Eine Einschätzung der übrigen Bretter:
Aus einer Anti-Benoni-Eröffnung (A43 für Eingeweihte) war Ralf Wahrenberg an Brett 1 mit der besseren Stellungsstruktur herausgekommen, allerdings auf Kosten eines Entwicklungsrückstandes am Damenflügel. Durch ein taktisches Übersehen hatte er den c4-Bauern verloren, der es seinem Gegner ermöglichte, seinen Springer auf d3 einzunisten. Ralf mühte sich seine Stellung zusammenzuhalten, aber letztendlich konnte man hier nur noch auf gegnerische Fehler hoffen… (also gedanklich 2:2 Ausgleich).
An den verbliebenen vier Brettern (4-7) waren zu diesem Zeitpunkt mindestens noch alle Schwerfiguren sowie sieben Bauernpaare auf dem Brett – d.h. vergleichsweise geschlossene Stellungen in denen noch alles möglich war:

Brett 4: Reiner Schnorfeil sah sich wie Brett 2 in einer französischen Vorstoßvariante gegenüber und hatte dabei frühzeitig einen Bauern gewonnen. Bei Rochaden auf anderen Seiten versuchte sein Gegner mit taktischen Drohungen und Linienöffnungen Gegenspiel zu erlangen.
Brett 5: Gunnar Ahrens‘ Spezialaufbau musste diesmal gegen einen Königsinder ran. Bald waren alle Leichtfiguren abgetauscht und die Schwerfiguren gruppierten sich entlang der halboffenen  e- und f-Linien. Gunnar hatte dabei Raumvorteil am Königsflügel.
Brett 6: Frank Schröder spielte sein geliebtes Gambit und erhielt schon bald, da sein Gegner passiv fortsetzte, den Gambitbauern zurück ohne dabei seinen Entwicklungsvorsprung aufzugeben. So drückte er voll entwickelt Türme auf den halboffenen d- und e-Linien und den typischen Bauern auf d4 gegen den unrochierten König hinter dem Bauern e2.
Brett 7: Jürgen Hurrle hatte gegen seinen 14-jährigen Gegner eine ruhige italienische Partie auf dem Brett mit drei Paaren Leichtfiguren sowie zwei halboffenen Linien. Jürgens Türme drückten auf der f-Linie, die von Schwarz gegen den Bauern d3.
Insgesamt sah es also nach 3 Stunden so aus als würde sich die Waagschale in den beiden schwarzen Partien -Bretter 4 und 6- zu unseren Gunsten neigen.

Nach rund 3 ¾ Stunden war es bei Ralf W. an Brett 1 soweit. Sein Gegner hatte das Druckspiel gegen Ralfs Damenflügelbauern zur Linienöffnung genutzt und war dort  verheerend eingebrochen.
Kurz danach war am Brett der beiden Mannschaftsführer (Br.5) eine Situation entstanden, bei der durch verschiedene Fesselungen und Abtauschdrohungen keine Seite ohne Risiko das Spiel weiter öffnen konnte. Spielstand: 2,5 : 2,5

Zur vierten Stunden gab es dann zwei Paukenschläge:
Jürgens junger Gegner hatte sich bei leicht angenehmer Stellung beim Manövrieren und Umgruppieren der Springer in Richtung Königsflügel zuletzt sehr passiv verhalten, so dass Jürgen plötzlich einen siegreichen Königsangriff mit Turm, Springer und Damenunterstützung gegen die verteidigenden Dame und Springer entfachen konnte. Dreieinhalb für uns, aber der Rückschlag folgte auf dem Fuße:
Bei Reiner wurden zwischenzeitlich jeweils Linien vor den gegnerischen Königen geöffnet. Reiner hatte seine Bauernmehrheit im Zentrum in Bewegung gesetzt. Sein Gegner hatte mit Nadelstichen seine Figuren in Stellung gebracht, konnte im Weiteren den verlorenen Bauern zurückgewinnen. In einem Endspiel mit Turm und ungleichfarbige Läufer war dann Reiners Turm plötzlich derart unglücklich positioniert, dass auch noch die Qualität verloren gegangen wäre. Das wollte er sich nicht mehr zeigen lassen. 3,5 beide.
Franks Gegner hatte sich in der Zwischenzeit weiter sehr hartnäckig und umsichtig verteidigt, wobei jede Angriffswelle letztendlich nur zum Abtausch eines weiteren Figurenpaares führte. Dann endlich, nach viereinhalb Stunden, in einem Turm + Springer Endspiel mit 6 Bauern, konnte Franks Turm in die Stellung einbrechen und einen Bauern am Damenflügel gewinnen. Als nach Turmtausch in ein Springerendspiel abgewickelt wurde, hatte Frank zwei verbundene Freibauern am Damenflügel gegenüber der weißen 4:3 Bauernmehrheit am Königsflügel ohne Freibauern. Dann, nach 5 Stunden war es geschafft – dem fast unmenschlichen Druck standhaltend hatte Frank seine beiden Freibauern auf die vierte Reihe vorgeschoben und die restliche Position soweit verbessert, dass sein Gegner die Segel strich.

Fazit: Ein knapper und wichtiger Sieg, eingedenk der ungünstigen Ausgangslage, der ein tolles und kämpferisches Team gezeigt hat!


Saison 2016/17


Wann sieht man Benedict schon mal jubeln?: Sieg gegen BSG

Michael siegt auch und analysiert mit Emmilie und Mohamad

13.12.2015
Schlechtes Karma
gegen HB-Nord2:
Michael und Andrea ½,
Andi gewinnt

David gegen Goliath
Runde 5 - 05.02.2017 - DSK3 vs Kirchweyhe - Bericht von Jürgen Hurrle

Unsere um den Ligaverbleib kämpfende Dritte Mannschaft traf in der fünften Runde - einen Abstiegsplatz vor Augen - auf die diesjährige Übermannschaft der Stadtliga, SK Kirchweyhe. Zudem musste Ersatz für unseren MF Gunnar gefunden werden, der sich in der Hauptstadt amüsierte, während wir Heloten über den Brettern schwitzen würden. Also denkbar ungünstige Voraussetzungen für einen Mannschaftskampf, der um einige Minuten verzögert begann, weil eine Gruppe Busreisender noch in unseren Spielräumen frühstückte. Dazu möchte ich anmerken, dass sich darüber keiner unserer auswärtigen Spielpartner aus Kirchweyhe, Leherheide und Thedinghausen beschwert hat, "das Geschäft geht vor!" - nochmal Dank für euer Verständnis, liebe Schachfreunde!

Mit dieser Truppe traten wir also an, um den Schach zelebrierenden Titelträgern Paroli zu bieten:

1
Michael Niefünd
1855
-
GM Stevic,Hrvoje
2586
2
Ralf Binias
1772
-
GM Kovacevic,Aleksandar
2538
3
Reiner Schnorfeil
1672
-
GM Zelcic,Robert
2508
4
Frank Schröder
1692
-
Jovanovic,Zoran
2463
5
Andreas Vollmer
1772
-
FM Vernacki,Srdjan
2303
6
Benedikt Ungar
1530
-
Vernacki,Dusko
2097
7
Jürgen Hurrle
1640
-
Zuanovic,Darko
1952
8
Jannig Strozyk
1637
-
Orantek,Peter
1826

Der Kampf entbrannte, heftig - und auch durchaus nur kurz: So musste Frank, der sich in noch passabler Stellung wähnte, urplötzlich die Waffen strecken. Da dürfte eine für Normalsterbliche undurchschaubare Kombination dahinter gesteckt haben. Durchaus verständlich, dass man da nicht gerade fröhlich ist, aber sogleich das Spiellokal zu verlassen - und damit ja auch seine allmählich immer stärker leidenden Kameraden - geht das nicht ein wenig weit? Auch hat doch 'dein' Brett darauf gewartet, für Tobias Sturm beschriftet zu werden!
Das jedoch war nur der Anfang, trotz vermeintlicher Gegenwehr fiel eine vermeintliche Festung nach der anderen. Angriffsgedanken gab es auch, wir wollten ja mit wehenden Fahnen untergehen, aber diese wurden oftmals schon im Keim erstickt. So mussten Benedikt, Reiner, Michael und Ralf ihren Gegnern zum Sieg gratulieren, durchaus auch mit einem anerkennenden Lächeln, sogar Schulterklopfen war zu sehen.

So saßen bald nur noch drei DSKler an den Brettern, Andi, Jürgen und Jannig. Und es sah gut aus bei ihnen! An Brett 7 spielend hatte euer Berichterstatter mit den schwarzen Steinen mit 32. ... Sf7 Remis geboten, was mein Gegner Zuanovic nach einigem Zögern annahm. Ich freute mich natürlich, nicht zu Null verloren! Eher hätte ich mich aber grämen sollen: Zwar hatte ich anstelle des Springerzuges 32. ... Txh5 gesehen, nicht aber 33. ... g4, den quallebringenden und eventuell auch den Gewinn bringenden Zug
(siehe interaktive Partie).
Noch viel besser machte es unser am runden Tisch operierender junger Ersatzmann Jannig, der immerhin einem erfahrenen 200 DWZ stärkeren Mann gegenüber saß. Ganz in Ruhe und nur mit einem leisen Lächeln auf den Lippen nahm er nach seinem sicher herausgespielten Sieg die Glückwünsche seiner erfreuten Schachfreunde entgegen.

Nun kämpfte nur noch Andi. Von einem frisch gebackenen Vorsitzenden kann man das allerdings auch erwarten. Nee, das streichen wir mal schnell wieder, besser ist sicherlich die Formulierung "Unser neuer Vorsitzender war uns allen ein Vorbild an Kampfeswille und Disziplin und gab alles, um als Letzter in ausgeglichener Stellung ein weiteres Remis für die Mannschaft zu erzielen!"
Je sechs Bauern und zwei weißfeldrige Läufer standen sich gegenüber. Theoretisch gibt es in einer solchen Konstellation Gewinn-aussichten - aber auch hier? Das hoffte auch Widersacher Srdjan Vernacki, zweimal schon hatte er Andis Remisangebote abgelehnt. Und wie läuft sowas, wenn man einem Fidemeister gegenüber sitzt? Er wartet bis sich doch noch ein Fehlerchen eingeschlichen hat und heimst den Punkt ein im Glauben, eine große Tat vollbracht zu haben.

Trotz der hohen Niederlage haben wir den 8. Platz - und damit den letzten Nichtabstiegsplatz - "verteidigen" können, da auch unsere stärksten Konkurrenten, die ebenfalls bisher punktlosen HB-West und BSG3, verloren haben. Nun, das wird sich in der nächsten Runde ändern, denn dann treffen diese aufeinander! Wir müssen zu Werder5, denen wir im Vorjahr mit viel Glück einen Punkt entführen konnten.

Doch seht nun selbst:


Brave Vereinsspieler gegen sieggewohnte GMs

Jannig bot weit mehr als nur "Ersatz"

Andi zeigte sein großes Kämpferherz

Irrtum aufgeklärt
Runde 9 - 10.04.2016 - BSG3 vs. DSK3 - Bericht von Jürgen Hurrle

Fast wäre das mit großer Zähigkeit errungene 4:4 im Auswärtsspiel bei der starken vierten Mannschaft der BSG noch in eine 3:5 Niederlage abgewandelt worden: Der Staffelleiter Peter Schwenteck hatte ein „M“ mit einem „J“ verwechselt, also aus der Schachfamilie Sinnhöfer Jonas anstatt Mike spielen lassen. Diesen Zustand hatte als erster Michael entdeckt und Schachfreund Schwenteck auf das Versehen hingewiesen.

Starke BSG’ler, ja: Michael, Frank, Reiner, Benedict, Jürgen, Gunnar, Stefanie und Mike mussten an allen Brettern gegen die zum Teil deutlich stärker bewerteten Thorsten Benecke, Manfred Breutigam, Manfred Krause, Andreas Fricke, Robert Klemm, Thomas Gebur, Günter Mull und Igor Dietrich antreten. Der Vergleich der DWZ-Durchschnitte (1644 - 1780) ließ nichts Gutes erahnen.

Aber es kam glücklicherweise wieder einmal anders als gedacht. Mit einer recht schnellen 2:0-Führung kam Ruhe in unsere Mannen: Stefanie, die mit ihrem vierten Sieg im fünften Spiel die Traumquote von 80% erreichte, zauberte wieder einmal eine blitzsaubere Kombination aufs Brett, und Frank konnte Altmeister Breutigam durch präzise geführte Züge in eine unhaltbare Defensive drängen.

Doch die Rückschläge ließen nicht auf sich warten. Benedict, der mit Fricke, dem Remiskönig der Liga, den relativ stärksten Gegner vor sich hatte (DWZ-Diff 238), wurde überspielt, Mike musste in ein verlorenes Bauernendspiel abtauschen und euer Berichterstatter ließ in einer Partie mit beidseitigen Fehlern, aber in klar überlegener Stellung seine Dame stehen. Zwar ist das Material nach 37…Dh6 38.Sxg5+ Dxg5 nahezu ausgeglichen, der weiße König kann jedoch durch seine beengt platzierten Figuren nicht gerettet werden.

Doch seht selbst:

2:3 also aus unserer Sicht, aber wir sind ja eine Mannschaft! Gunnar hatte es mit Glück und Verstand geschafft, in ein vorteilhaftes
D-T gegen T-T-L Endspiel einzulenken, in dem Gebur so etwas wie ein Selbstmatt zum 3:3-Ausgleich zimmerte.
Nun kam alles auf die Bretter 1 und 3 an, wo Michael und Reiner - und ihre Gegner - sich an unklaren Stellungen mühten.
Das Angebot an die Kontrahenten, beide Partien Remis zu geben, wurde vom hauchdünn besser stehenden Fricke noch abgelehnt, einige Züge später dann doch akzeptiert.

Den Klassenerhalt trotz schlechtesten DWZ-Durchschnitts mit sieben erzielten Punkten sicher geschafft, so steht es auf dem Papier. Aber – es war auch Dusel dabei! Der knappe Sieg mit sieben Mann gegen Findorff2, die Remisen gegen West und insbesondere Werder5 und auch der Sieg gegen Vahr - also beide Siege nur gegen die Absteiger – waren schon vom Glück begünstigt.
Und noch ein Wort zu Andi: Der Mann wird mir allmählich unheimlich!
Doch genug geunkt, freuen wir uns auf die kommende Saison.


Die Chancen nicht genutzt
Runde 8 - 13.03.2016 - DSK3 vs. Werder4  - Doppelbericht von Michael Niefünd und Jürgen Hurrle

Vorwort:
Heute hatten wir Heimrecht gegen die Mannschaft von Werder 4. Auf dem Papier waren die Grün-Weißen 180 DWZ-Punkte stärker, was letztendlich zu drei Mannschafts- und 8 Brettpunkten mehr führte. Da im Thomsen heute volles Programm war, mussten wir die Mannschaft sogar aufteilen: Fünf Mann spielten auf der Kegelbahn, die drei Spitzenbretter im gegenüber liegenden 'Skatraum'.
Die erste Mannschaft (Oberliga) nahm ihr Gewohnheitsrecht wahr und spielte derweil im neuen Gebäude auf der anderen Straßenseite.

Partieverläufe 'Skatraum':
Mein Gegner, SF Meyer-Siebert, spielte die Eröffnung gegen meinen Hybrid-Sizilianer  stark und hatte nach einer schweren positionellen Fehlentscheidung meinerseits viele verlockende Möglichkeiten, deutlichen Materialvorteil zu erlangen. Dabei geriet er auf Abwege und musste nach rund zweieinhalb Stunden die Segel streichen.
An Brett 3 hatte es Reiner gegen SF Ballandis noch ärger erwischt, als er einen Zug zu früh im Franzosen rochierte und sich deshalb sofort mit Mattdrohungen konfrontiert sah. Seine verzweifelten Versuche nach Gegenangriff auf den gegnerischen König wurden allesamt pariert, so dass er, kurz nachdem er die Dame für zwei Leichtfiguren gegeben hatte ohne dass der gegnerische Druck abnahm, nach rund drei Stunden aufgab.

An Brett 2 hatte Frank mit Weiß sich mit seinem 'englischen Aufbau' gegen die königsindische Formation seines jugendlichen Gegners, David Wachinger, solide aufgebaut. In anstehenden Mittelspiel sah es so aus als ob Schwarz leicht an Drücker wäre, aber Frank wehrte die Drohungen geschickt ab und konnte in einem Endspiel Turm und ungleichfarbige Läufer genügend Gegenspiel generieren, so dass man friedlich auseinander ging.

Damit leite ich weiter an den Berichterstatter  von der Kegelbahn. Bitte, Jürgen, ....

Ich war sehr mit meiner Partie beschäftigt, die mit einigen Abtäuschen trocken startete, mich aber im 16. Zug mit einem Doppelbauern auf f6 zurückließ. Jetzt kam schnell Fahrt auf im Spiel Läufer gegen den feindlichen Springer, insbesondere als ich dazu überging, am Damenflügel Gegenspiel zu erzeugen.
Inzwischen aber hatte "Der Bringer" wieder zugeschlagen: In Andis siebten Spiel der siebte Sieg - mir wird das allmählich unheimlich, obwohl die Freude darüber natürlich überwiegt!
Da lagen wir doch tatsächlich vorn!
Hier Andis Originalkommentar: Als Schwarzer habe ich  gegen ein Damengambit gespielt. Mein Gegner Stefan Preuschat kannte sich nicht sehr gut aus und hat doch einige Eröffnungsfehler begangen, außerdem hat er die große Rochade gemacht. Und so habe ich sofort seine schlecht Königsstellung ins Visier genommen. Er musste sich in der ganzen Partie nur verteidigen und so konnte ich meine Schwerfiguren alle gut positionieren. Und als Preuschat dachte er könnte einen Gegenangriff starten
(an der Stelle stand ich auch vor einem einzügigen Schachmatt), habe ich seinen König von einer Brettseite zur anderen getrieben, um ihn dann Matt zu setzen. Aber ein Zug vor dem Matt hat er mir die Hand gegeben. Es war ein heißes Endspiel!!

Doch der Rückschlag kam postwendend: Benedict stand gegen Christian Jansen unablässig unter Druck, die Niederlage war nicht mehr zu verhindern.

Nun drang Kunde aus dem Skatraum an unser Ohr, nüchterne Mitteilungen zwar, die uns aber wie Sphärenklänge deuchten! - An den drei Spitzenbrettern hatte man sich 1½ zu 1½ getrennt, für mich durchaus sensationell. Der dadurch erzeugte Schub für die einträchtig nebeneinander kämpfenden Bretter 5 (Jürgen) und 6 (Gunnar) war spürbar, wenngleich er durch die Niederlage Mikes an Brett 8 schon wieder etwas gedämpfter erschien.

Nun griffen wir nach der Aufteilung der Mannschaften zu einem weiteren Trick: Auf der benachbarten Kegelbahn wurde ein Wettkegeln inszeniert, dessen Lärm selbstredend nur unsere Gegner stören konnte, wir waren derlei ja schon gewöhnt! Aber Bernhard Künitz wusste Abhilfe: Gewitzt schlug er den Umzug in den nun unbespielten Skatraum vor.


Hier traten wir beim Stand von 2½-3½ zum Endkampf an. Der Plan war simpel, einer gewinnt und der andere remisiert! Dieser vielleicht vermessen klingende Plan war nicht ganz unrealistisch, denn insbesondere Gunnar stand mit einem Mehrbauern etwas besser da, und ich hatte, ebenso wie mein Gegenspieler Andreas Samjeske, Chancen, einen Bauern ins Ziel zu bringen. Es entspann sich ein Wettlauf, bei dem ich mich leider entschloss, auf den "falschen" der zwei Bauernkandidaten zu setzen - und auch die Doppelbauernstruktur war jetzt, 40 Züge später, wenig hilfreich.
siehe hierzu die gesamte Partie interaktiv -->hier

Und auch Gunnar setzte auf das falsche Pferd: In dem Damenendspiel mit Springer gegen D und Läufer setzte er den Fokus zu sehr auf einen Bauernmarsch. So konnte Künitz den weißen König mit gutem Zusammenspiel seiner Figuren in ein Mattnetz spinnen.

Kurzer Ausblick in die 9. (letzte) Runde am 10. April 2016:
Die Findorffer SF 2 steht mit einem Mannschaftspunkt bereits als erster Absteiger fest.

Vier Mannschaften können theoretisch noch absteigen:

Vahr mit 4 MP / 29 BP
HB-West mit 5 MP / 23,5 BP
DSK 3 mit 6 MP / 27,5 BP
Werder 5 mit 6 MP / 30 BP

Für uns wird es eng, wenn Vahr und HB-West ihre letzten Mannschaftskämpfe (gegen Syke bzw. HB-Nord) gewinnen und wir verlieren. Das muss aber nicht sein: Mit einem Remis/Sieg  gegen die Bremer SG können wird dies (wie im letzten Jahr) aus eigener Kraft verhindern. Auf geht's!
                                                                                                                                                                                                                  Michael


Glücklicher Punktgewinn gegen starke Werderaner
Runde 7 - 21.02.2016 - Werder5 vs. DSK3 - Doppelbericht von Andreas Vollmer und Jürgen Hurrle

Die „ Unabsteigbaren“ hatten ein Auswärtsspiel bei der 5. Mannschaft von Werder. Wie immer ging es zum Spiel gegen eine DWZ stärkere Mannschaft. Wir mit unserem DWZ Durchschnitt von 1701 gegen eine Mannschaft, die einen DWZ Durchschnitt von 2001 hat. Was aber nichts heißt für die „Unabsteigbaren“. Pünktlich waren alle im Schachzentrum von Werder Bremen. Überall nur Grün und Weiß na, ja wem es gefällt.
Unsere Mannschaft bestehend aus Michael-Froonk-Reiner-Benedict-Jürgen-Gunnar-Andi- und Andrea war bereit für den KAMPF. Es fing für uns gleich gut an, Jürgen hat seinem jüngeren Gegenspieler gezeigt was Routine, Ruhe und Erfahrung bedeutet und dass die Übermütigkeit der Jugend nicht immer zum Erfolg führt - 1:0 DSK.

Dann brachte Gunnar seinen Punkt nach Hause in seiner kombinierenden Art, so wie wir ihn kennen. An Brett 8 kam Andrea sehr schnell in Schwierigkeiten. Aber Andrea hat ein Kämpferherz und dem erfahrenen Mannschaftsführer einen halben Punkt abgeknöpft.
Benedict hat in der Eröffnung eine Leichtfigur eingestellt und dann mit allem was er noch auf dem Brett hatte angegriffen. So, dass sein Gegner sehr, sehr auf der Hut sein musste, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Leider hat der Gegner den Punkt für Werder eingefahren.
An Brett 1 hat Michael mit CD Meyer (2277 DWZ in der Stadtliga) das Vergnügen gehabt. Michael hat versucht, mit einem Figurenopfer ein starkes Bauernzentrum zu bekommen, aber sein Gegner hat auf sehr nüchterner Art das Opfer widerlegt und so musste Michael die Waffen strecken.
Spielstand 2,5:2,5 Es spielten noch Reiner, Frank und Andi.

Reiner hatte von Anfang an ordentlich Zement angerührt und seinem Gegner keine Möglichkeit gelassen in seine Stellung einzudringen. Und so stand es 3:3. Frank der Fighter hatte es mit Anastasia (1929 DWZ) zu tun, gegen die er beim Nord-West Cup leider verloren hatte. Das roch nach Revanche und Frank versuchte alles, doch leider ist das Endspiel zu gunsten Anastasias ausgegangen.
Neuer Spielstand 4:3 für Werder.

Mein Spiel gestaltete sich sehr ausgeglichen, denn mein Gegner brütete über jeden Zug sehr lange nach und fand immer eine sehr gute Antwort. Im Endspiel habe ich mir dann einen Randbauer erspielt (Bedenkzeit für einen Zug 20 Minuten, unglaublich für mich), der mir einen großen Vorteil verschaffte. Mein Gegner brauchte sehr viel Zeit um die richtigen Züge zu finden. Er hatte mir dreimal Remis angeboten, das ich auf Grund der besseren Stellung immer abgelehnt habe. Die Stimmung war sehr angespannt, denn alle Spieler, die ihre Partien beendet hatten, standen um uns herum und wussten um die Wichtigkeit der Partie. Und die Zeit des Gegners lief unermüdlich und die Stellung war schon fast Remis. Doch dann fiel die Zeit und ich hatte die Partie gewonnen. Hurra 4:4. Nach der Partie meinte CD Meyer recht lautstark: „Das ist unfair, die Partie ist Tot Remis, das sieht doch jeder Patzer“. Aber die Schachregeln haben doch noch Gültigkeit und so fuhren wir mit einem sehr wertvollen Mannschaftspunkt zurück nach Delmenhorst.  
               
Andreas Vollmer


Trotz des schönen Sieges in der vorangegangenen Runde kreist das Abstiegsgespenst noch über unseren Häuptern, zwar ein deutliches Stück weiter entfernt aber eben noch in Sichtweite. Bekanntlich helfen da Punkte. Doch woher nehmen, insbesondere wo in den verbleibenden drei Runden noch starke Gegner auf uns warten, die zuversichtlich sind, angesichts der Wertungszahlen gerade gegen uns zu gewinnen?
Zum Beispiel die erste dieser Mannschaften, Werder 5, die eine um exakt 300 Punkte höhere durchschnittliche DWZ-Wertung aufweist als unsere bescheidenen 1701. OK, jetzt noch ein letzter Zahlenvergleich : Die durchschnittlichen DWZ-Zahlen der angetretenen Spielerinnen und Spieler betrugen 1831 zu 1663.
Nun, Zahlen sagen nicht alles, Einstellung, Mannschafts- und Kampfgeist und natürlich auch Tagesform und Glück sind oft mit entscheidend über Sieg oder Niederlage. Mit diesem Ansporn gingen wir also frohgemut ans Werk: Michael, Frank, Reiner, Benedict, Jürgen, Gunnar, Andreas "Der Bringer" und Andrea.

Und das an Überraschungen reiche Match begann mit einem Sieg des Berichterstatters: Zwar hatte Jungtalent Nils-Lennart Heldt (Jg. 2001/1863) eine zersplitterte Bauernstruktur, mich jedoch mit aktiven Zügen in die Defensive gedrängt und Raumvorteil erlangt. Als es unabwendbar schien, den b-Bauern zu verteidigen, verfiel ich auf Trickreiches - oder war es nur der Griff zum Strohhalm? Nun, seht selbst, manchmal braucht es eben auch Glück!

Noch führt der Bauernabgriff auf b2
zum Qualleverlust durch Lh7+ ...
... daher 26.Kh2 Kh8 mit Trickversuch 27.Dh4 und wirklich, Schwarz führt seinen Plan durch:
Schnell noch Läufer-Springertausch (anstatt Le6!) und 28...Txb2 -->29.Df5 und aus

Da wollte mein Brettnachbar MF Gunnar nicht nachstehen: Er hatte im Endspiel Springer/gleichfarbige Läufer einen Bauern erobert, der nach Springertausch den Sieg sicherstellte. 2-0, grinsend und noch leicht ungläubig guckten wir uns an. Noch besser wurde es, als Andrea ein Remisangebot von Werder-MF Andreas Burblies erhielt und nach Rücksprache annahm. Zuvor hatte sie eher schlechter gestanden, sich aber wieder zurückkämpfen können.

Weniger Freude aus unserer Sicht boten die Bretter Eins (Michael - FM Claus Dieter Meyer) und Vier (Udo Hasenberg - Benedict). Meyer hatte an seiner überlegenen
Spielstärke keinen Zweifel aufkommen lassen und mit Schwarz einen unwiderstehlichen Königs-angriff entfesselt. Das gleiche Ergebnis musste Benedict quittieren: Udo Hasenberg hatte sein Ziel, mit dem Marsch seiner Zentrumsbauern eine Gabel anzusetzen, erreicht. Während er Zeit und Energie für den Figurengewinn aufbrachte, hatte Benedict es zwar vermocht, Hasenbergs König ein Stück weit an die Öffentlichkeit zu zerren, diesen aber nie wirklich ernsthaft gefährden können.

Der Vorsprung war dahin: 2½-2½.
Daran konnte auch Reiner, der gegen Irmin Meyer ranmusste, wenig ändern. Doch immerhin konnte er die Stellung stets geschlossen halten und mit einer Punkteteilung abschließen. Nun richtete sich aller Augenmerk auf Brett 2, an dem sich Anastasia Erofeev und Frank eine dramatische Schlacht lieferten. Wie es aussah, hatte Frank im Übergang vom Mittel- zum Doppelturm-Endspiel die Übersicht behalten und seine Türme vorteilhafter postiert. Eine Sensation lag in der Luft, denn auch der ebenfalls noch spielende Andi stand sicher und hatte zudem einen großen Zeitvorteil herausgespielt. War das schon der Zeitpunkt zu frohlocken? Nein, wird der geneigte Leser ahnen: Denn während Frank nach einem Bauern griff, sauste das berühmte Fallbeil des Zwischenzuges herab! Und wenn dann dieser vermaledeite Zug auch noch ein "Schach" mit sich bringt, verheißt das nichts Gutes. Und so war es: Zwei Bauern waren futsch und damit nicht nur das sicher geglaubte Remis (oder gar noch mehr?) sondern der ganze Punkt.

3-4 mithin, aber noch war nicht alles verloren, denn "Der Bringer" und sein Gegenüber, Rolf Schulz-Rackoll, saßen ja noch am Brett - und um sie herum der gesamte Rest der beiden Mannschaften. Natürlich war Endkampf pur angesagt, Schulz-Rackoll verfügte noch über einen Läufer, Andi über einen Springer - und einen Bauern. Da gab es eine Situation, zu der der Figurentausch das theoretische Remis bedeutet hätte, wie CD Meyer richtig anmerkte, nur der Tausch ist praktisch nicht erfolgt. So fiel das Blättchen zum glücklichen 4:4-Endstand.

Zu diesem Spiel ist anzumerken: Während des Spiels, so im 15./20. Zug, hat Rolf Schulz-Rackoll unseren Andi darauf hingewiesen, doch das Uhrendrücken nicht zu vergessen! Das ist freundlich und sehr, sehr fair! Andi hat sich dadurch revanchiert, dass er später, als die Zeit für seinen Matchpartner knapper wurde, abermals vergaß, die Uhr zu betätigen. "Vergaß" oder vergaß - das wollen wir nicht aufklären. Das ist Sportsmanship, wie man es in der 6. Liga, in der wir uns alle seit Jahren kennen, erwarten darf. Natürlich geht es um was, und das macht ja auch den Reiz aus, und Emotionen dürfen auch gezeigt werden, wo wir doch sonst so ernst sein müssen bei unserem Hobby, aber alles in rechten Maßen - und immer hübsch regelgerecht.

Ein großer Schritt in die richtige Richtung
Runde 6 - 07.02.2016 - DSK3 vs. Vahr - Bericht von Jürgen Hurrle

Ein Wunder? Nein, das wäre zu hoch gegriffen in Anbetracht der altbekannten Weisheit, dass jeder jeden schlagen kann - theoretisch natürlich und manchmal auch praktisch, so wie hier und heute. Da muss man sich eher wundern, wie reibungslos - aber dennoch sehr spannend - der Sieg eingefahren wurde gegen die von mir stärker eingeschätzten Vahraonen - einfach wunderbar!
Dabei waren die Voraussetzungen nicht ideal: Zum Einen, weil wir unser Heimrecht wegen vermeintlichen Platzmangels im Hotel Thomsen abgeben mussten, zum Anderen, weil die Mannschaft ersatzgeschwächt antreten musste. Was wir zu dem Zeitpunkt nicht ahnen konnten: Beide Voraussetzungen* waren falsch!

So fuhren wir also zur Neuen-Vahr-Südost in das "Waschhaus", um durch Einseifen der gegnerischen Mannschaft - so war der Plan - unsere Abstiegssorgen gründlich abzuspülen: Michael, Reiner, Benedict, Jürgen, Gunnar, Andreas, Jonas und Stefanie. Ja, Ulrike hatte ihre Topleute Jonas Sinnhöfer und Stefanie Silber abgegeben, die unten für die oben fehlenden Joel Theurich und Frank Schröder herhalten mussten.
Und diese Reinigung begann gleich mit einem Paukenschlag, besser mit einem Schlag meines Gegners Manfred Wuttke ins Wasser: Er machte
(mit b5 anstatt Dc7) den berühmten zweiten Zug vor dem ersten und sein Springer auf c6 wurde zu einem geschenkten Gaul, dem man ja bekanntlich nicht ins Maul schaut. Nun, darauf kann man nicht stolz sein, aber im Mannschaftskampf gibt es wohl Mitgefühl aber kein Erbarmen. Schon nach gut 30 Minuten also konnte ich mein eigenes Pferd satteln und nach Delmenhorst reiten, wo die Zweite und Fünfte im leeren* Thomsen angetreten waren.

Durch diesen frühen Vorsprung angeregt, strebte Reiner bald darauf eine Punkteteilung an, der richtige Weg bei einem so starken Spieler wie Nikolai Gaier (DWZ 1937). Der Dritte im Bunde war dann Jonas. Schnell und sicher hatte er seinen Gegner in die Schranken verwiesen. 2½-½
Und munter schwammen wir weiter auf dieser Welle: Andi hatte sein Gegenüber durch druckvolle Züge völlig überspült, so dass es bei noch vier Spielenden bereits 3½ zu ½ für uns stand. "Unser Bringer" war nicht nur wieder einmal seinem Ruf gerecht geworden, auch hatte er seinen Mannschaftskameraden Zuversicht gegeben, diesen 4-Punkte-Kampf zu gewinnen.

Aber - wie wir von der Waterkant wissen - auf jede Flut folgt eine Ebbe! Und prompt kam es zum retardierenden Element und wir verloren Wasser unter dem Kiel: Benedict wurde die verlorene Qualle zum Verhängnis, trotz zähen Kampfes musste er aufgeben. Und damit nicht genug, auch unser MF Gunnar musste bald darauf die Segel streichen: Er hatte beim Angriff auf den feindlichen König einen Läufer für zwei Bauern ins Geschäft gesteckt, um die Deckung des Monarchen aufzureißen! Zwar kam dieser auch mächtig ins Schwimmen, aber Andreas Sommer konnte die weiße Stellung konsolidieren und den zweiten Punkt für seine Mannschaft verbuchen. 3½-2½

Doch nach diesem Tauchgang brachte uns Michael wieder an die Wasseroberfläche. Am Spitzenbrett stand ihm mit Schwarz gegen Leo Gontscharow (DWZ 1990) zwar das Wasser immer in Halsnähe, sprich: Die Stellung war schlechter aber zu halten, so dass Leo nach dem zweiten Remisangebot keinen anderen Weg sah, als anzunehmen, zumal seine Zeit knapp war. Mithin stand es 4-3, ein Mannschaftspunkt war sicher.
Nun richteten sich alle Blicke auf Brett 8, wo sich unsere junge Dame den vehementen Angriffen Richard Postels erwehren musste. Er hatte bereits einen Bauern eingeheimst und die bessere Stellung erreicht. Doch Stefanie blieb die Ruhe in Person, auch als ihre Uhr nur noch eine gute Minute anzeigte und der 40ste Zug zu absolvieren war. Nie dachte sie daran unterzugehen und und plötzlich war sie da, ihre Chance, auf die sie so geduldig gewartet hatte (Merke: "Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt".). Mit einem unvermuteten Trick hebelte sie den feindlichen Laden auseinander und gab ihrem Gegner das Nachsehen - Bravo!

Mit diesem Sieg haben wir den 6. Platz erklommen und uns ein Polster gegen den Abstieg zugelegt, eine dringende Notwendigkeit in Anbetracht der kommenden Gegner, den beiden Werder-Mannschaften und der Bremer SG.
Und wir haben die Erkenntnis gewonnen: Es ist Land in Sicht!


Das Eisen aus dem Feuer gerissen
Runde 5 - 17.01.2016 - HB-West vs. DSK3 - Bericht von Jürgen Hurrle

Unsere gute Laune - Joel hatte seine Teilnahme zugesagt - verflog schlagartig, als Mannschaftsführer Joachim Kropp nach einer halben Stunde im Spielbericht ohne eine Miene zu verziehen, aber sicherlich innerlich grienend, eine 1 für seine Mannschaft eintragen konnte. Das vermochte auch Lichtblick Stefanie nur teilweise zu kompensieren, die zum dritten Mal an Brett 8 Platz nahm.
Da Jammern aber bekanntlich gar nicht hilft, versenkten wir uns in unsere Stellungen und versuchten das Beste zu tun: Michael also an Brett 2, dann Reiner, Benedict, Jürgen, MF Gunnar, Andreas und eben Stefanie.

Das Beste war für Reiner jedoch nicht gut genug: Sein Tschigorin-Aufbau produzierte zuviele Felderschwächen, die sein starker Gegner Kasim Cinar für den Sieg recht schnell ausnutzte. 0-2
Da kommt den Mannschaftskameraden natürlich sofort der durchaus schweißtreibende Gedanke an ein Remisverbot in den Sinn. Doch anhand Gunnars Stellung wäre das geradezu unsinnig gewesen, hätte doch im Dame-gleichfarbigem Läufer-Spiel nur einer gewinnen können, sein Gegner: Diese Punkteteilung war richtig, auch wenn sie in erster Linie den Bremen-Westlern hilft. ½-2½

Kann es nun noch dicker kommen? - Ja, es kann! Benedict hatte "völlig unnötig", wie es immer so schön heißt, früh einen zentralen Bauern verloren. Nach diversen Abtäuschen blieb für beide nur je ein Turm übrig, und für Gegner Shawn Rose eine unaufhaltsame Bauernwalze. Da half auch der beste Kampfgeist nichts: ½-3½

Spätestens jetzt wurde den verbliebene Kämpfern Michael, Jürgen, Andreas und Stefanie richtig mulmig zu Mute bei dem Gedanken, auf Gedeih oder Verderb siegen zu müssen. Denn von vorneherein war allen Beteiligten klar: Wer heute im Abstiegsduell verliert, ist womöglich schon weg vom Fenster. Zwar gab ein Blick auf die beiden letzten Bretter berechtigten Anlass zur Hoffnung auf Resultatsverbesserungen, doch bessere Stellungen muss man ja auch erst gewinnen. Nun, Andi, der ab sofort den Ehrentitel "Unser Bringer" verdient hat, gelang das eindrucksvoll: Nach einer Kombination hatte er einen zentralen Freibauern geschaffen, der alle Hindernisse auf dem Weg zum Umwandlungsfeld beiseite scheuchte.
Die Aufholjagd hatte erfolgversprechend begonnen. 1½-3½
Und Stefanie legte nach! Sie hatte doch tatsächlich ganz unaufgeregt einen Läufer für zwei Bauern erobert und diesen mit klaren Zügen feldbeherrschend eingesetzt. Ricardo, der Sohn des Vorsitzenden musste aufgeben, das hochgesteckte Ziel kam näher. 2½-3½

Es kam in Sichtweite, ja, aber wie war es zu erreichen? Meine -Jürgens- anfänglich vorteilhafte Stellung hatte Joachim Kropp geschickt gedreht. So opferte ich im 25sten Zug einen Bauern, um eine größere Bewegungsfreiheit zu erlangen. Mmh, die trat auch ein, aber der Bauer war eben auch weg - unwiederbringlich wie sich im weiteren Verlauf herausstellte. Fast siegessicher tauschte Joachim die verbliebenen Figuren ab bis auf je einen Springer.
Da kam Bewegung in den Laden: Die Kontrahenten an Brett 2 unterhielten sich. Mein Gott, doch Remis? Michael hatte das Angebot trotz völlig ausgeglichenem Turmendspiel doch erst vor wenigen Zügen abgelehnt! Dann auf meine bange Frage: "Ich habe gewonnen!" Es gibt sie also hin und wieder doch noch: Wunder. Ingo Veit hatte die Uhr vollkommen aus den Augen verloren, sträflich, wenn nur noch weniger als eine Minute zur Verfügung steht. Aufholjagd mit Riesendusel geglückt. 3½-3½

Die letzte und alles entscheidende Partie war mittlerweile auf über 50 Züge angewachsen. Joachims Bauern waren auf der g- und h-Linie vorgerückt, gebremst durch Jürgens einzig verbliebenen Landmann auf h3. Er wurde von seinem König und dem ständig Unruhe stiftenden Springer so gut untestützt, dass der Bremen-Westler Remis anbot, das unter dem (verhaltenen) Jubel unserer Mannen natürlich sofort angenommen wurde. 4-4! Es war der Wahnsinn!


Sieg in letzter Minute
Runde 2 - 11.10.2015 - DSK3 vs Findorff2 - Bericht von Jürgen Hurrle

Der Mannschaftskampf der zweiten Runde gegen Findorff 2 versprach schon im Vorfeld ein richtiger Kracher zu sein: Beide Mannschaften haben in der ersten Runde verloren und sich dadurch – in Anbetracht der Aufstellungen der weiteren Mannschaften – in den Vordergrund geschoben als Kandidaten für den Abstieg. Ergo, wer heute verliert, dem blüht nichts Gutes!
Da waren unsere Gesichter doch recht lang, als sich nach dem schriftlichen Austausch der Aufstellungen herausstellte, dass Platz 4 von Stefan S., der sich spät aber dann doch noch spielbereit gemeldet hatte, leerzubleiben drohte und auch blieb. So mussten wir den Kampf zu siebt aufnehmen mit Michael (-Steinkraus), Frank (-Körber), Reiner (-Ahlers), Benedict (-Luck), Jürgen (-Behrens), Gunnar (-Marquard) und Stefanie S. (-Oswald), unserer Nachwuchshoffnung.
Und los ging’s, die knisternde Stille war greifbar. Der erste, der remisierte, war unser MF Gunnar, geschickt gemacht, denn so hatte er mehr Zeit, uns (per Hirnwellen?) zu coachen! Dann aber, als „draußen“ Jürgen und sein Gegner Sören ihre recht spannende Remispartie analysierten – da gab es einen Moment, wo ich in etwas besserer Stellung einen Figurenverlust nur knapp abwenden konnte  - rauschte Frank aus der Tür: Das sah nicht gut aus, hatte er doch in vollkommen ausgeglichener Stellung alle irgendwie schwierigen Dinge glatt durchschaut, aber so ein leichtes Ding, damit muss man nicht rechnen. 1:3 also, wie soll das enden?
Da half ein weiteres Remis, das Reiner mit Schwarz gegen den „Altfuchs“ Torsten einfuhr, nur den Findorffern. Doch Kopf hoch, das Blatt begann sich zu wenden: Benedict hatte sich nach zähem Ringen mit Schwarz vom Druck in der e-Linie befreien können, setzte zum Konter an und brachte tatsächlich einen spielentscheidenden Bauern Reihe für Reihe vorwärts.
Dieses schöne Ergebnis brachte nicht nur das Lächeln bei dem einen oder anderen Mitkämpfer zurück, sondern gab das Signal für Michael, nun doch endlich zuzuschlagen, was er dann mit Schwarz an dem exponierten Brett 1 dankenswerterweise auch tat: Gleichstand zum 3½:3½!
Nun richteten sich alle Blicke auf das verbliebene Brett 8, wo unsere reizende Stefanie agierte. Und die vormals düsteren DSK-Blicke hellten sich zusehends auf. Obwohl Stefanie selbst still und voller Ruhe wirkte, hatte sie das Brett in helle Aufruhr versetzt, fast stand es in Flammen, unser teures Spielgerät! Gerade als ich mir ein kleines Päuschen gönnte und mal einen Blick riskierte, hatte sie mal eben doch glatt einen Läufer geopfert. Nach dem ersten Schreck aber musste ich bewundernd feststellen: Es gab schon einen ordentlichen Gegenwert, nämlich drei Bauern und einen König, der fast ohne Hose dastand. Sicherlich, Werner Oswald (1652) wehrte sich nach Kräften, aber sie schwanden zusehends, denn nachdem sich der Geschützrauch der Austäusche verzogen hatte, ergab sich für ihn das unlösbare Rätsel, wie ein einziger Springer drei über die gesamte Breite des Brettes verteilte Bauern aufhalten soll.
Stefanie also machte den Sieg perfekt, der ja über Zweidrittel unserer Spielzeit unerreichbar für uns zu sein schien, BRAVO!! Da haben wir vor Freude nicht nur unsere sondern sogar auch noch die Bretter der Vierten abgebaut.
Das nächste Spiel in Syke wird natürlich eine noch härtere Prüfung werden.


Saison 2014/15
Sieg und Klassenerhalt!!
Runde 9 - 12.04.2015 - DSK3 vs BSG3 - Bericht von Michael Niefünd

Einleitung: Vor der vorletzten Runde lagen wir mit nur 2 Mannschaftspunkten auf denm vorletzten (Abstiegs-) Platz. Unser Gegner Horn/Wilstedt 1 hatte 4 Mannschaftspunkte und ein Remis oder eine Niederlage hätte unausweichlich den Abstieg für uns bedeutet. Glücklicherweise konnten wir dort 5:3 gewinnen und lagen vor der unserem letzten Mannschaftskampf mit nur 1,5 Brettpunkten vor Horn/Wilstedt1. Wir hatten es also in der Hand, durch einen hohen Sieg gegen die BSG 3 aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen. Unsere Jugendlichen Mattis und Joel an den Spitzenbrettern hatten wir durch zwei weitere hoffnungsvolle Jugendliche, Nick und Kevin, an den Schlussbrettern ersetzt.

Zum Mannschaftskampf gegen die BSG 3 am 12.April 2015 im Thomsen:


Nach ca. einer Stunde machte Jürgen an Brett 4 remis. Auf dem Brett war eine typische Stellung mit isoliertem d5-Bauern, die sich aus einer französischen Partie entwickelt hatte. Kurz darauf bot Reiner an Brett 3 seinem Gegner remis. Hier waren in einem slawischen Damengambit drei Figurenpaare abgetauscht worden, jedoch noch alle Bauern auf dem Brett.
An Brett 1 hatte Stefan im frühen Mittelspiel eine Abwicklung falsch eingeschätzt und stand anschließend mit einem Bauern, zumal ein gegnerischer Freibauer am Damenflügel, weniger da. Hinzu kam ein spürbarer Entwicklungsrückstand. Sein Gegner konnte den Druck steigern und in einen Sieg umwandeln.
Bei mir -Michael- war mein Gegner in eine ausgefuchste Eröffnungsvorbereitung hineingelaufen und hatte dabei recht früh einen Bauern und das Rochaderecht verloren. Nach einem Linien öffnenden Figurenopfer versuchte er sich noch mittels Gegenopfers herauszuwinden, doch vergebens.

Nach etwas über drei Stunden Spielzeit stand es somit 2:2. An den hinteren vier Brettern war alles möglich:
Benedikt spielte wie üblich seine unorthodoxe Eröffnung und kam zufriedenstellend aus der Eröffnung heraus. Sein isolierter Bauer e6 sah aber irritierend aus, zumal auf f7 noch sein Läufer stand. Im Endspiel Dame + Leichtfigur stellte sein Gegner in Zeitnot seinen Läufer ein, schön für uns, wenn nicht Benedict es ihm umgehend gleichgetan hätte. Im entstandenen Damenendspiel ließ sein Gegner sich plötzlich einzügig mattsetzen. 3:2
Gunnar war gut mit einem Drachen im Anzug aus der Eröffnung herausgekommen. Im frühen Mittelspiel opferte er eine Figur für zwei Bauern, um die gegnerische Königsstellung zu öffnen und auf der siebten Reihe einen Turm zu etablieren. Mit nur noch wenigen Minuten für ein dutzend Züge vor der Zeitkontrolle verpasste er eine forcierte Gewinnkombination durch ein weiteres Qualitätsopfer (Txg7!!). Der Druck blieb dennoch bestehen und sein Gegner musste anschließend die Mehrfigur zurückgeben, um sich Gunnars Mattdrohungen zu entledigen, und flüchtete in Dauerschach. 3,5 : 2,5
In der Partie von Kevin schien dieser immer eine leichte initiative aus der Eröffnung heraus zu haben. Bis zur Zeitkontrolle waren nur noch beide Türme und ungleichfarbige Läufer verblieben. Anschließend verbesserte er trickreich seine Position, bildete einen Freibauern und puschte ihn in Richtung achte Reihe. Die Bemühungen nach Gegenspiel wehrte er dabei resolut bis zum Ende ab. 4,5 : 2,5
Nick war ordentlich aus der Eröffnung herausgekommen, an das System kann ich leider mich nicht mehr erinnern. Als ich das nächste Mal vorbeischaute, brannte das Brett lichterloh. Beide Damen standen en prise und verschiedene mehrzügige Schlagfolgen waren durchzurechnen. Im Ergebnis der Abwicklung hatte Nick jedoch zwei Mehrbauern in einem Endspiel mit Turm und ungleichfarbigen Läufern. Sein Gegner verteidigte sich extrem aktiv und irgendwie waren auch die Mehrbauern später verschwunden und es hatte den Anschein als würde seine Stellung kollabieren. Jedenfalls sah sein Gegner keinen Gewinnweg und bot remis an. 

Damit hatten wir den Mannschaftskampf mit 5:3 gewonnen und den Klassenerhalt in der Stadtliga Bremen aus eigener Kraft geschafft!! Herzlichen Glückwunsch an alle Spieler!!


Sensation verpasst
Runde 2 - 21.09.2014 - DSK3 vs. Syke - Bericht von Michael Niefünd

Unser erstes Heimspiel gegen die nominell stärkste Mannschaft der Stadtliga. Auch wenn wir in unserer Bestbesetzung aufwarten konnten, lag die DWZ-Differenz bei  durchschnittlich 200 Punkten.
Etwas beengt konnte der Wettkampf auf der Kegelbahn im Thomsen losgehen.

Am ersten Brett konnte Mattis bereits frühzeitig seine mehrtägige, harte Vorbereitung gegen einen 450 Punkte stärkeren Gegner abschreiben. In einem Alapin-Sizilianer brachte er seine Dame unter Vernachlässigung der eigenen Entwicklung zu früh heraus und erlaubte dem Gegner dadurch eine überwältigenden Entwicklungsvorsprung, den dieser frühzeitig zum Gewinn ummünzte.
Joel konnte an Brett zwei den Gegner in 'sein System' lotsen und eine schöne Druckstellung am Damenflügel aufbauen, der zu einem Bauerngewinn führte. Nachdem alle verzweifelten Gegenmaßnahmen abgewehrt waren, konnte er einen wertvollen Sieg gegen einen rund 300 Punkte stärkeren Gegner einfahren. Bravo!!
An meinen Nachbarbrettern standen bei  Stefan (Br. 3) und Reiner (Br. 5) geschlossene, französische Zentrumsstrukturen auf dem Brett:
Nahezu gleichzeitig gaben sie in der frühen Mittelspielphase eine Qualität. Bei Stefan tauschte der Gegner anschließend mehrere Figuren ab, ohne dabei den Druck zu verringern und konnte die Partie recht ungefährdet für sich entscheiden.
Reiner konnte für die Qualle zwar einen Zentrumsbauern bekommen, konnte jedoch seine etwas unglücklich postierten Leichtfiguren nicht schnell genug (re-) aktivieren. Als sein Gegner das Spiel zu übernehmen schien, opferte Reiner noch die zweite Qualität und eine Leichtfigur um Angriff gegen den gegnerischen König zu bekommen. Sein Gegner geriet deutlich in schwimmen, gab dabei fast sein gesamtes Mehrmaterial (D+T+L : D+T+2B) zurück, marschierte mit seinem König über das offene Feld hinüber zum Damenflügel. Die kämpferische Partie kam leider durch einen Einsteller von Reiner abrupt zu einem plötzlichen Ende.
In der Zwischenzeit hatte ich (Michael) an Brett vier durch ein etwas zu ungestümes Vorpreschen meiner Bauern gegen einen slawischen Läufer einige Löcher am Königsflügel  zu stopfen. Bei der Verwertung ging mein Gegner zu unbesorgt vor und konzentrierte seine Figuren am Damenflügel, während meine Königsflügelbauern seine Königstellung lockern konnten und er zurückrudern musste. Nach der ersten Zeitkontrolle ergab sich folgende Stellung mit Weiß am Zuge:



Weiß am Zug gewinnt

Jürgen sah sich an Brett 6 mit der Tschechischen Verteidigung konfrontiert. Beide Seiten spielten solide und hielten die Stellung geschlossen,  ohne dass irgendwelche ausnutzbaren Schwächen entstanden. Als es im Doppelspringerendspiel nicht mehr weiterging, einigte man sich auf ein gerechtes Remis.
Benedict konnte in der Eröffnung die gegnerische Bauernstellung am Damenflügel kompromittieren. Anschließend verlagerte sich das Spiel auf den Königsflügel, wo es Benedict gelang, Druck gegen den weißen König aufzubauen und den weißen Turm auf der Grundreihe zu binden. Als er dann einen Bauern einstellte, bot er seinem Gegner remis an, da sich keine Gewinnchancen mehr gab.

Bei Andi entwickelte sich die Partie zu einem komplexen Gebilde, wo Weiß Druck auf der c-Linie aufbauen konnte. In Zeitnot wählte Andi jedoch eine fehlerhafte Abwicklung, wodurch sich das Blatt wendete. Am Ende befand er sich in Zugzwang und müsste kapitulieren.

Fazit: 3 Brettpunkte gegen die stärkste Mannschaft der Stadtliga einzuheimsen ist sicher ein achtbares Ergebnis. Es hätte vielleicht eine Sensation werden können, wenn alle zwischenzeitlich aufgetauchten Chancen in 2-3 zusätzliche halbe Punkte verwandelt worden wären... aber wie schon Friedrich Schiller treffend bemerkte:

Was man von der Minute ausgeschlagen, gibt keine Ewigkeit zurück.


Jugendpower lässt Dritte jubeln
Runde 1 - 21.09.2014 - Achim- vs. DSK3 - Bericht von Michael Niefünd
Die Ausganssituation für das erste Spiel der Dritten war denkbar schlecht: Die ersten drei Bretter wurden an die Zweite abgegeben, dann gab es noch rund ein Dutzend Absagen wegen Urlaub, Krankheit und anderen Gründen. So blieben drei 'Stammspieler' (Rainer, Jürgen und Michael) übrig.
Dankenswerterweise gab uns die Vierte, die ebenfalls in Achim spielte, ihre vier stärksten Spieler ab und trat dann ebenfalls mit nur sieben Spielern an. Die Stimmung war dennoch gut als wir uns in Achim einfanden. Ulrike war dann Mannschaftsführerin für beide Teams.

Wir traten also mit folgender Besetzung an: 1 Michael, 2 Reiner, 3 frei (Chris), 4 Jürgen, 5 Andrea, 6 Jannig, 7 Nick, 8 Kevin.
Nach einer Stunde dann die erste Erfolgsmeldung: Andrea hatte an Brett 5 eine Angriffsstellung gegen den gegnerischen König aufgebaut und unter diesem Druck patzte Schwarz, indem er sich einzügig mattsetzen ließ. Der Kampf war also wieder offen (1:1).

Nach rund zwei Stunden sah es ungefähr folgendermaßen aus:
Ich, Michael, hatte an Brett 1 eine typische ausgeglichene Stellung, die aus dem Londoner System hervorgegangen war.
Reiner, an Brett 2, verteidigte sich gegen einen Colle-Aufbau. Sein Gegner baute Druck am Königsflügel auf, während Rainer am Damenflügel ins Spiel zu kommen suchte. Einzig sein 'schlechter' Läufer auf c8 hatte keine Perspektive...


An Brett 4 hatte Jürgen in seiner geliebten Philidor-Verteidigung eine leicht gedrückte und passive Stellung eingenommen. Im Bemühen um Gegenspiel auf der f-Linie hatte er seine Königsstellung etwas gelockert.
Bei Jannig an Brett sechs hatte der Gegner ein Schottisches Gambit versucht, aber irgendwo falsch fortgesetzt. Jannig konnte seinen König in Sicherheit bringen und hatte im Mittelspiel einen Mehrbauern.
Nick an Brett sieben sah sich einem beschleunigten Drachen gegenüber. Nach Springertausch auf c6 und einem Bauerntausch auf d5 hatte Schwarz eine schöne Bauernkette im Zentrum und die halboffene b+c-Linien gegen die weiße lange Rochadestellung. Hier befürchtete ich schlimmes...
Kevin verteidigte sich an Brett acht gegen die Abtauschvariante des Damengambits. Weiß spielte einen Minoritätsangriff und drückte gegen den Bauern auf c6. Die Stellung sah nach einer zähen Verteidigung aus.
Alles in allen waren also die Partien noch offen und der Ausgang völlig unklar.

Als nächstes gab es eine Hiobsbotschaft: Reiner hatte seinen Läufer endlich nach b7 entwickelt, vorauf hin sein Gegner seinen Springer auf f7 versenkte, auf e6 einen zweiten Bauern mitnahm, worauf die Stellung in sich zusammenbrach. Wir lagen jetzt also mit 2:1 hinten.
Was jetzt im Einzelnen folgte, kann ich nur bruchstückhaft wiedergeben: Die drei Jungen an den hinteren Brettern gewannen in kurzen Abständen ihre Partien jeweils im Endspiel:
Jannig konnte seinen Bauernvorteil in ein Springer + Läufer-Endspiel mitnehmen, gab den Mehrbauern gegen einen Freibauern am Damenflügel zurück und gewann so letztendlich eine Leichtfigur. Den materiellen Vorteil konnte er in einen Sieg verwandeln.
Kevin ist immer besser ins Spiel gekommen und hat in einem Turmendspiel sicher den Punkt eingefahren.
Nick hatte zwischenzeitlich ein Remisangebot angelehnt und durch geschicktes Abtauschen seine Stellung konsolidiert. Sein Gegner, der sich in arger Zeitnot befand, tauschte alle Figuren, bis er sich in einem Endspiel mit einem schlechten Läufer gegen einen guten Blockadespringer befand. Als der zentralisierte König in die Stellung einbrechen konnte, war die Partie gelaufen.
( Zwischenstand 4:2 für uns.)
Jürgen hatte zwischenzeitlich seine Stellung konsolidieren können. Das Zentrum war mit Raumvorteil geschlossen und das entstandene Dame + Springer Endspiel war ausgeglichen. Ich hatte gerade etwas Initiative entwickeln können, als Jürgens Gegner (gleichzeitig auch MF) ein Doppelremis anbot. Auch wenn es ungewöhnlich ist, haben wir es angenommen: Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Fazit: Mit einer tollen Mannschaftsleistung haben wir unseren ersten Sieg in der neuen Saison erspielt. Ein riesiger Applaus geht an die vier Top-Scorer aus der Vierten! Weiter so!!


Saison 2013/14
Dritte schlägt BSG3 überraschend deutlich
Runde 8 - 16.03.2014 - DSK 3 - vs. BSG3 - Bericht von Jürgen Hurrle
Und wieder ein Sieg - und was für einer! Gegen die zuvor viermal in Folge erfolgreiche, an allen Brettern besser besetzte BSG3 ließen wir auf der Kegelbahn die Puppen tanzen. Dabei kam MF Gunnar im Vorfeld leicht ins Grübeln (im Vorfeld, nicht während seiner Partie!), um die Bretter 1 und 8 besetzen zu können. Chris fehlt uns leider immer noch und Andree war irgendwie vom Erdboden verschwunden.

Doch was soll's, Stefan vertrat ihn ganz hervorragend, und Jungspund Kevin holte als Nachrücker abermals ein gutes Remis.

Die wildeste Partie lieferten sich wohl Michael an Brett 2 gegen Altmeister Manfred Breutigam. Was waren das überhaupt für Züge zu Anfang? Da müssen wohl die Eröffnungsbücher neu geschreiben werden. Und Damen, die werden ab dieser Weltneuheit wohl überbewertet! Michaels Dame habe ich lange vergeblich gesucht, sie musste doch irgendwo sein, ja Mann, bereits neben dem Brett! Drei Figuren gab's dafür, stellte ich nach mehrfachem Zählen fest, und am Schluss den Siegpunkt.
Gesiegt hat auch Benedict nach einer starken Partie, gespickt mit unwiderstehlichen Zügen, die seinen Gegner frühzeitig entnervten. Selbstredend gab es auch einige Remisen: Kevin, unser junger Neuer am letzten Brett, Andi vor ihm und auch am ersten Brett, wo BSGler Andreas Calic nicht müde wurde, gegen Stefan den Gewinnweg doch noch zu finden.


Zu meinem -Jürgens- größten Bedauern muss auch eine Niederlage vermeldet werden: Ich hatte ein wahres Angriffsfeuerwerk entfacht, alle Bauern von d bis h waren waren auf der vierten Reihe in Stellung gebracht, die h-Linie geöffnet worden, nur noch eine Figur (Ta1) wartete auf ihren Einsatz. Und das war ja der verhängnisvolle Fehler! Jetzt, nach Kg7, wär's soweit gewesen!
WER SIEHT DEN HAMMERSCHLAG, der bei Fritz mit zwei Ausrufezeichen und dem Ausruf "Wow!" kommentiert wird?
Schade drum, ein 6:2 hätte sich noch besser angehört.

Noch aber spielten Reiner gegen Axel Buhrdorf an Brett 3 und Gunnar gegen Thomas Gebur an Brett 6. Nun, Reiner erkämpfte ein beachtliches Remis und Gunnar verwertete im Turm-und-Springer-Endspiel seine zwei zusätzlichen verbundenen Bauern zum sicheren Sieg.


Das letzte Match gegen den Tabellenführer im benachbarten Varrel dürfte aus unserer Sicht zu einem riesigen Spielspaß ausarten!

Dritte landet dritten Sieg in Folge: Favorit Vahr hoch geschlagen
Runde 5 - 19.01.2014 - DSK 3 - vs. Vahr1 - Bericht von Jürgen Hurrle
"Ein 4:4 wäre schon ein großer Erfolg", sagte ich zu Stefan vor dem Heimspiel gegen die als klare Favoriten geltenden Vahraonen. Wärend des Matches dann meinte ich zu unserer Geheimwaffe Sven: "Wir sind hier nicht ohne Chancen"! Beides wurde mir abgenommen, dass es aber gleich zu einem 5½-Kantersieg kommen könnte, das hätte sicherlich bei allen unseren hoch motivierten Spielern nur Kopfschütteln hervorgerufen.
Kopfschütteln, auch weil zwei Unersetzliche ersetzt werden mussten: Andree, der am ersten Brett als Prellbock bisher beachtlich standhielt, und Punktesammler Chris, der hoffentlich bald wieder in den "Dienst" der Mannschaft treten kann.
Unsere Chance bestand darin, an den oberen Brettern nicht allzu schlecht auszusehen, um dann an den unteren Brettern, an denen wir ein messbares Übergewicht hatten, die nötigen Punkte einzusammeln. Das war der Plan, aber es kam -wie immer- anders, viel besser!

Bereits nach einer Stunde gab es einen Paukenschlag, der sich allerdings lediglich durch ein feines Fiepen bemerkbar machen sollte. Michael hat's gehört, Andi auch und Jürgen, aber am deutlichsten Stefan an Brett 1: Sein Gegner hatte - entgegen der ausdrücklichen Warnung zu Beginn durch MF Gunnar - das Handy nicht ausgeschaltet... und es KLINGELTE! Obschon die diesbezüglichen Regeln eindeutig sind, war es sehr hilfreich, dass Oberliga-Schiedsrichter Thomas Jonnek den "Sünder" Peter-Michael Gerhardt sein Missgeschick einsehen ließ. 1:0 also durch dieses Geschenk an Brett 1.

Dumm nur, dass Jürgen daraufhin so viel Mitleid mit den armen Vahraonen hatte! Still und heimlich ließ er sich einen Springer entwenden - 'undeckbar' ließ er verlauten, aber war das wirklich so? Das war mehr als Mitleid, echtes Mitgefühl eben! "Gens una Sumus", das sind nicht nur Worte für Jürgen!
Nun, Johannes hat's wieder gerichtet, wie jedes Mal in seinen vier Einsätzen. Hier einen Bauern geschnappt und dort auch, was eben so rumstand. So macht Schachspielen Spaß und das neue Zwischenergebnis auch: 2-1
Das fand auch Sven, der erstmals in die Mannschaft kam und sich zur Zufriedenheit aller gleich mal mit einem Sieg einführte. Das Rezept? - Erst stellt man den feindlichen Läufer kalt und wenn der dann aufmüpfig wird, nimmt man ihn vom Brett - "so geht das", wie meine 3½-jährige Enkelin zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten anmerkt.

3-1 stand es also, da kann man mal 'mannschaftsdienlich' zwei Remis einsträuseln, um dem Eingangssatz seine Berechtigung zu verleihen. Michael und Gunnar haben dieses vollbracht. Da war auf den Brettern zwar noch einiges los, aber der Spatz in der Hand, ihr wisst schon, nur, dass er uns hier bereits wie ein Masthuhn vorkam: 4-2

Ja, das ging ins Auge!

Sven siegt und auch Andi war gaaanz dicht dran!
Jetzt schlug die große Stunde von Benedict, ähm, eigentlich eine schon länger währende Stunde: Im Spiel des Tages hatte er eine Serie von Meisterzügen auf das Brett gezaubert, so dass sein 'Spiel'partner Igor Dietrich sich erst mal die Augen wischen musste, weil er glaubte, nein hoffte, noch zu träumen. Und diese Meisterzüge hatten die Wucht von Güterzügen, die hätte auch für drei oder mehr Partien gereicht: 5-2
Der Drops war gelutscht, doch immer noch ging's weiter: Einer muss ja ganz zuletzt spielen und das war dieses Mal Andi. Er nannte im ausklingenden Mittelspiel DT gegen DT einen Freibauern sein eigen und trieb zudem den feindlichen König ganz nach Belieben über das Brett - Motto: Die recht frühe Prophezeiung Thomas Jonneks "Ihr gewinnt 5:3" werden wir mal kurz infrage stellen. Und das gelang, nur der für alle greifbare Sieg nicht, dieser König wurde des Flüchtens nicht müde.

Ein 5½-Kantersieg, der dritte Tabellenplatz vor den starken Vahraonen, sieben Punkte, das Abstiegsgespenst gebannt und eine gestärkte Moral: Wir sind für die zweite Hälfte der Saison bestens gerüstet!

Dritte nach Sieg gegen HB-West nun auch gegen SVW5 erfolgreich
Runde4 - 15.12.2013 - SVWBremen5 vs. DSK 3 - Bericht von Jürgen Hurrle
Nach dem knappen Sieg gegen HB-West in Runde 3 folgte nun der zweite Erfolg in einem weiteren 4-Punktespiel. Mit sehr viel Mühen und noch mehr Glück für uns blieb die zu den Vorrunden verstärkte Mannschaft der Grün-Weißen nur zweiter Sieger.

An Brett 1 wehrte sich Andree eine ganze Weile gegen den ehemaligen Bundesligisten C.D. Meyer (2323), konnte jedoch die Niederlage nicht abwenden. Zwischenzeitlich hatte Stefan infolge einer längerzügigen Kombination zwei Bauern gewonnen, so dass diese Partie auf den Ausgleich hoffen ließ.
Jürgens Partie verflachte durch diverse Abtäusche recht schnell, wurde aber trotz Verharrung in der Remisbreite-Zone von Anastasia Erofeev unablässig bis zum 60sten Zug weiter geknetet, ständig hieß es auf der Hut zu sein. Alle anderen Begegnungen arteten zu regelrechten Kampfpartien aus, insbesondere Chris gegen Dr. Schelz-Brandenburg, Benedict gegen den kleinen Lai Hop und unsere hoff-nungsvollen Bretter 7 und 8 mit Andi gegen Wundahl und Johannes gegen Burblies.


Ein weiterer Rückschlag stellte sich mit dem Verlust an Brett 2 ein. Stefan hatte einen seiner Mehrbauern geopfert, um den Angriffs-druck weiter aufrecht zu erhalten. Dieses Vorhaben erwies sich als Trugschluss, Stück für Stück brökelte seine Stellung und fiel am Ende ganz zusammen, 0:2.

Nun aber, um die Zeitkontrolle herum, kam unsere Stunde: Vier Siege in Folge versüßten uns die Ausübung unseres sonntäglichen Hobbies: Johannes hatte seinen Spielpartner langsam aber sicher vom Brett geschoben
(und nickte auf meine Frage nur fast unmerklich, jawohl!), Andi schaute locker von Brett zu Brett, nachdem er einen Angriffszauber entfesselt hatte, dazu hätte sehr gut Händels "Feuerwerksmusik" oder noch besser der Kanonendonner von Tschaikowskis "1813"gepasst. Der Punkt wurde eingesackt! Da wollte Michael nicht zurückstehen und sein Gegner half ihm dabei. Dieser schlug mit seinem Läufer - um ihn nicht ganz ersatzlos zu verlieren - auf g2 in die Königsstellung ein, Wirkung erzielte er dadurch aber nicht. Michaels Freibauer am Damenflügel lief und lief und entschied das Match.

Lai Hop, Long (SVW5-1530) - Ungar, Benedict (1618)

Benedict punktete als nächster. In nebenstehender Stellung (Weiß am Zug) muss er allerdings sehr genau spielen, denn auch der junge Werderaner hat noch Gewinnchancen, zwei verbundene Freibauern sind eine starke Drohung.
Zwar hatte unser Mann an Brett 6 früh die Qualität erobert, konnte diesen Materialvorteil jedoch bis jetzt noch nicht voll zur Entfaltung bringen. Weiß zog in Zeitnot und unter dem Druck der Zuschauenden h3, was es Benedict leichter machte, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen - der lange vorher durch einen Zwischenzug ermöglichte Qualitätsgewinn hatte nun reiche Früchte getragen!




Die zweitletzte Partie ...

... und die allerletzte Partie des Tages

4:2 stand es also für uns, und zwei Partien mussten noch über die Runden gebracht werden. An Brett 3 hatte sich aus einem Sizilianer ein äußerst scharfes Spiel entwickelt, dessen Ausgang mehrmals hin- und herschwankte. Aber als Chris einen ganzen Läufer ins Geschäft stecken musste, um einer Mattdrohung zu entgehen, war der Kampf doch entschieden.
Nun hing es an mir, mit einem Remis den Gesamtsieg zu sichern. Beide hatten wir einen Springer bei jeweils 6 Bauern. Als es einen Punkt gab, an dem meine Gegnerin einen Bauern entfernen konnte, so dass ein Freibauer auf der h-Linie entstehen würde, dachte ich, alles sei aus. Doch nach langer Bedenkzeit fiel mir der Gegenschlag ein, der bei nüchterner Betrachtung doch so nahe lag.
Nach weiteren 25 von Zermürbungstaktik geprägten Zügen war die Punkteteilung perfekt.


Mit 5 nicht für möglich gehaltenen Punkten gehen wir in die Winterpause, für die weiteren 5 Kämpfe können wir durchaus optimistisch sein!


Dritte erkämpft ersten Mannschaftspunkt
Runde2 - 10.11.2013 - SVWBremen4 vs. DSK 3 - Bericht von Jürgen Hurrle
Nachdem unsere Mannschaft – mit 1690 diejenige mit dem schwächsten DWZ-Durchschnitt aller 10 Mannschaften – bereits in der Auftaktrunde den Aufstiegsfavoriten SF Bremer Osten (1858) vorgesetzt bekam, ging es nun auswärts zu einem weiteren Brocken, der Mannschaft des SVW Bremen4 (1856).
Das von beiden Gegnern möglicherweise anvisierte „Schlachtfest“ blieb jedoch auch ihnen dieses Mal versagt. Ganz im Gegenteil, im Verlauf beider Kämpfe war nicht klar auszumachen, wer der Jäger und wer der Gejagte war.
Schon im Spiel gegen Bremen-Ost hätte die knappe Niederlage überraschenderweise auch mit einem Sieg für den DSK enden können, hätten doch Michael und Jürgen ihre objektiv gewonnenen Partien auch tatsächlich gewonnen!

Mit der nur an einem Brett veränderten Aufstellung, Gunnar sprang für Benedict ein, traten wir pünktlich in der Hemelinger Straße an (mit der jeweiligen DWZ-Differenz
):
1 Andree             Carsten Ballandis, Dr.            +  10
2 Stefan               Ingolf Meyer-Siebert              - 356
3 Michael            David Wachinger                    - 151
4 Reiner              Bernd Künitz                           -   79
5 Chris                Andreas Samjeske                  - 130
6 Jürgen              Oliver Schindler                      - 118
7 Gunnar             Jens Osmer                             -   84
8 Johannes         Lars Krabbe                                  ?

Zum Spiel: Schnell kam es wie es anhand des großen Spielstärkeunterschiedes kommen musste: An Brett 2 hatte Stefan die Wahl, eine Figur zu verlieren oder sich Matt setzen zu lassen. Er war konsequent und notierte die Null auf seinem Formular – 0:1.
Auch zwei weitere Partien waren recht schnell beendet: Andree und Jürgen einigten sich mit ihren Kontrahenten nach ca. 25 Zügen und einigen Abtäuschen jeweils auf Remis – 1:2.

Einen Lichtblick aus unserer Sicht bot die Partie von Chris: Früh schon wurde der feindliche Königsflügel attackiert, erst die Rochade verhindert, dann, nach der Eroberung einer Figur zum Generalangriff geblasen, der erfolgreich in einem  „Matt“  endete – Ausgleich zum 2:2.
Gunnar machte es ihm gleich, auf andere Weise zwar, aber nur beinahe mit dem gleichen Ergebnis: Er verbesserte seine Stellung Zug um Zug bis sie als gewonnen bezeichnet werden konnte! Aber dann, wenn man es eben immer noch besser machen will als notwendig, ging die Zielstrebigkeit verloren. So wurde – sozusagen unbeobachtet - ein unentrinnbares Mattnetz gestrickt, von seinem Gegner! – 2:3 für Werder.

Nun aber trat Johannes in das Blickfeld und gab uns neue Hoffnung. Mit ruhigen aber stets soliden Zügen hatte er sich eine verheißungsvolle Stellung erarbeitet, die es sogar hergab, eine der beiden verbliebenen Figuren für drei Bauern zu opfern. Die Bauernwalze setzte sich in Bewegung und war auch durch das verzweifelte Rückopfer nicht zu stoppen. Eine letzte Springergabel mit „Schach“ verband seine weit vorgerückten Bauern und erzwang die Aufgabe – abermaliger Ausgleich zum 3:3.

Hatte der Verlauf des Matchs bis zu diesem Zeitpunkt die Nerven aller Beteiligten bereits arg strapaziert, so bescherten die beiden letzten Partien an den Brettern 3 und 4 Spannung bis zum Zerreißen, die Luft schien elektrisch aufgeladen.
Reiner hatte sich in einem Turmendspiel mit zwei gegen drei Bauern, die verbunden bereits bis zur sechsten Reihe vorgerückt waren, zu beweisen. Zwar sind ja – übertrieben, wie auch das fünfte WM-Spiel aufzeigte - alle Turmendspiele Remis, aber dieses von uns so sehr erwünschte Ergebnis musste auch wirklich eintreten, um weiterhin noch Hoffnung auf einen Mannschaftspunkt haben zu können.
Denn Michaels Partie, die noch im Mittelspiel Anlass zu Optimismus gab, war allmählich gekippt und ebenfalls in ein Turmendspiel – hier mit jeweils zwei Türmen – mit Minusbauern eingemündet.

Den erste Teil der Doppelaufgabe hat Reiner, der immer die Ruhe bewahrte, erfolgreich bestanden: Sein Gegner gab die Partie nach mehreren vergeblichen Gewinnversuchen Remis – 3½:3½.
Nun lag es an Michael, die Kastanien für uns aus dem Feuer zu holen. Und das Feuer loderte hoch, will sagen der als Freibauer sich im gegnerischen Lager befindliche Mehrbauer war schon bis zur siebten Reihe vorgerückt (s. Diagramm 1).

Diagramm1: Weiß am Zug spielt Ta1?
Hier muss Weiß Te7 ziehen mit Te1
 
Diagramm2: Schwarz am Zug spielt Txh5+?

Nach dem eigenen Ta1 und Tcb8 von Schwarz muss Weiß den Freibauern entfernen und steht mit einem Minusturm da. Aber anstatt aufzugeben, wie es wohl die meisten von uns getan hätten, hält sich Michael an dem letzten kleinen Strohhalm fest, der Zeitnot seines Gegners. Dieser hat nurmehr 1 Minute 30 Sekunden auf der Uhr, unser Mann noch ca. sieben Minuten. Und diese Zeitnot lässt David Wachinger, bevor die rechte obige Stellung erreicht wird, kurioserweise seinen König nach g5 direkt an den weißen König ziehen. Die Uhren werden angehalten und Mannschaftsführer Andreas Samjeske schafft es, eine Zeitgutschrift von zwei Minuten einzustellen. In der Dikussion zuvor meinte der Schwarzspieler im Bewußtsein des sicheren Sieges noch:"Ist mir egal, können auch 5, 10 oder 20 Minuten sein"!

Es ging also weiter. Allen Delmenhorstern stockte der Atem, ja Herzstillstand!, als der Grün-Weiße in der Diagrammstellung rechts den Turm auf g5 ergriff. Anstatt ihn aber, wie im Chessbase-Diagramm aufgezeigt, todbringend abzuziehen, ließ er sich zu einem "Schach" auf h5 hinreißen. Aber seine durch hohe Zeitnot irregeleitete Spekulation, hierdurch den weißen Turm loszuwerden, erwies sich als falsch: g4xh5!. Michaels Falle hatte zugeschnappt, das 4:4 war erreicht!

Und noch eines war bemerkenswert: Die komplette Mannschaft, ALLE 8 SPIELER, bestärkte unsere letzten beiden Kämpfer nicht nur allein durch ihre Anwesenheit bis zum Schluss, sondern auch durch ihre positiven Gedanken für ein erfolgreiches Gelingen!
Wir konnten frohgelaunt zum Gruppenfoto schreiten, das freundlicherweise Andreas Samjeske für uns schoss!


SAISON 2012/13

Dritte sichert Klassenerhalt in letzter Runde!
28.04.2013 Bremen-West vs. DSK 3 - Bericht von Benjamin Kluin

Nach einer ziemlich verkorksten Saison mit einigen Anekdoten, die wir wohl so schnell nicht vergessen werden, durften wir im letzten Mannschaftskampf zum Abstiegsendspiel gegen Bremen West antreten. Die Ausgangslage war klar: Nur ein Sieg hält uns sicher in der Klasse!

Die Tabellensituation: 
  7. SK Bremen West 1     6 Mannschaftspunkte     30,5 Brettpunkte
  8. BSG 4                          6 Mannschaftspunkte     25,5 Brettpunkte
  9. DSK 3                          5 Mannschaftspunkte     29,0 Brettpunkte
10. Findorffer SF 2           4 Mannschaftspunkte     27,0 Brettpunkte

Die Paarungen:

SK Bremen West 1 vs. DSK 3
BSG 4 vs. Bremer Osten
SK Bremen Nord 2 vs. Findorffer SF 2

Ein 4 : 4 hätte Bremen West 1 zum Klassenerhalt gereicht und wir hätten auf Schützenhilfe vom Bremer Osten hoffen müssen. Findorff hatte nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt, aber in dieser Saison schien alles möglich. Für Spannung am letzen Spieltag war also gesorgt!

Mit folgenden acht Entschlossenen ging es ins Endspiel: Andree, Robert, Benjamin, Ralle, Reiner, Dr.Dr. Meyer, Tim, Maike

Was in den ersten 30 Minuten des Mannschaftskampfes passierte, ist an Kuriosität kaum zu überbieten. Ralle war als Ersatzkapitän gleich gefordert!Der Mannschaftsführer von Bremen West füllte ordnungsgemäß den Spielberichtsbogen mit seiner Mannschaftsaufstellung aus. Später, kurz nach 10 Uhr, war er sich nicht mehr sicher, ob sein vorgesehener Spieler an Brett 8 auch wirklich kommen würde und korrigierte(!) seine Aufstellung, indem er einen anderen Spieler an Brett 8 eintrug. Der Kampf begann einvernehmlich ein paar Minuten später, da es einige Spieler mit der Pünktlichkeit nicht ganz genau genommen hatten. Dass dieser Vorgang an sich schon sehr fragwürdig ist und wir schon auf einen Punkt bestehen  konnten, ist ein anderes Thema.
Jetzt wurde es unterhaltsam: Der gestrichene Spieler an Brett 8 traf ein und der neu eingetragene Spieler war immer noch nicht im Bürgerhaus eingetroffen. Um ca. 10.20 Uhr, (da mein Gegner auch noch nicht erschienen war, sicherten Maike und ich uns einen Logenplatz vor der Uhr im Foyer und zählten munter Sekunden und beobachteten die kuriosen Ereignisse) hatte der Mannschaftsführer dann die tolle Idee seinen gestrichenen Spieler wieder zu aktivieren und den neu eingetragenen Spieler wieder zu deaktivieren. Dass Ralf und Robert dem einen Riegel vorgeschoben haben ist mehr als verständlich. Glücklicherweise für Bremen-West kam der ursprünglich eingetragene Spieler dann auch um 10.26 Uhr ins Spiellokal. Maike musste also doch ans Brett. Hoffe soweit alles verständlich…

Um 10.30 Uhr gingen wir dann kampflos an Brett 3 mit 1:0 in Führung… Kaum vorstellbar, wenn Maikes Gegner um 10.30 Uhr gekommen wäre und Bremen West mit 8 Spielern um 10.30 Uhr schon 2:0 zurückgelegen hätte. Lob an Ralle, der die kuriosen Ereignisse meisterte und in der Phase auch noch eine gute Stellung mit Schwarz auf Brett bekam.

Jetzt zu den Partien:
Brett 1 - Andrè hatte schon ziemlich früh aus der Eröffnung heraus einen Bauern weniger und fischte mit Weiß nach Kompensation
Brett 2 - Robert musste sich mit Eröffnungsexperimenten seines Gegners ( 1. e4 e5 2. Lb5) herumplagen und erhielt eine spielbare Stellung
Brett 4 - Ralle hatte wie schon erwähnt eine solide Stellung erreicht und nach zweifelhaften positionellen Zügen seines Gegners schon eine leicht bessere Stellung
Brett 5 - Reiner hatte mit einen Damenbauernspiel eine spielbare Stellung erreicht, die sich nach beidseitiger langer Rochade verschärfte
Brett 6 - Dr. Dr. Meyer zauberte einen scharfen Königsinder aufs Brett, der die Möglichkeit von 3 Ergebnissen offen ließ
Brett 7 - Tim hatte sich eine Superstellung herausgespielt die er in aller Ruhe stetig verbesserte
Brett 8 - Trotz der Hektik im Vorfeld behielt Maike die Ruhe. Ihr Gegner stellte schon nach ca. 8 Zügen einen Turm ein und die Stellung war somit praktisch schon entschieden. Dass Maike später den Turm gegen eine Mehrfigur + Angriffsstellung eintauschte war die richtige Entscheidung und der Gegner konnte nach 20 Zügen aufgeben. Somit 2 : 0 für den DSK 3.

Um 12.00 Uhr rückte Verstärkung aus Delmenhorst an. Stephen und El Capitano Frank unterstützen Ihr Team in der heißen Phase des Kampfes.

Reiner musste leider wenig später seine Partie aufgeben. Sein Gegner trug einen starken Mattangriff vor, den Reiner nicht abwehren konnte. Nur noch 2:1 für uns! Ralle konnte seine gute Stellung aber weiter ausbauen und gewann zunächst einen Bauern und dann auch wenig später durch konsequentes Spiel die Partie. Somit fehlten nur noch 1,5 Punkte für den Klassenerhalt.
Wer in dieser Saison die Mannschaftskämpfe der Dritten verfolgt hat, wird wissen, dass wir selbst bei diesen Spielstand noch lange nicht im Ziel waren.
Andrè stand noch ein wenig wacklig, die Stellung von Robert verschlechterte sich zunehmend, und bei Tim konnte man einen Sieg fest einplanen.
Bei Dr. Dr. Meyer waren weiterhin 3 Ergebnisse möglich und die Stellung verschärfte sich zunehmend.

In dieser Konstellation ging es in die heiße Phase.

Zur Verwunderung der anwesenden Spieler erhielt Andrè mit glattem Minusbauern ein Remisangebot seines Gegners. Total unlogisch, da Bremen West noch 3 Brettpunkte für den sicheren Klassenerhalt benötigte. Uns egal, Andrè nahm natürlich das Remis an und nun fehlte nur noch 1 Punkt.
Dr. Dr. Meyer nahm sich der Sache an und knockte seinen Gegner in einen Mattangriff eiskalt aus. Somit hatten wir 4,5 Punkte und hatten die Klasse gehalten.

Die Erleichterung und Freude war groß!

Dass Robert seine Partie verlor, fiel also nicht weiter ins Gewicht. Tim konnte seine stark geführte Partie am Ende mit einem vollen Punkt krönen und somit hatten wir 5,5 zu 2,5 im Abstiegsendspiel gewonnen! Eine starke und konzentrierte Mannschaftsleistung.
So eine Saison bedarf in den nächsten Jahren keiner Wiederholung, aber am Ende eine Saison mit vielen Highlights und Anekdoten die man wahrscheinlich doch nicht missen möchte.

Geschichte am Rande

Nachdem wir unser obligatorisches Mannschaftsessen in einer dunklen Pizzabude namens Prinz (irgendwo in Bremen) abhielten, spendierte Ralle noch zur Feier des Tages eine Kiste Bier welches wir dann an der Plöner Straße 28219 Bremen verköstigten.
Nach zehnminütiger Plauderei verstärkte eine nette ältere Dame unsere Gesprächsrunde. Erste Frage unserer neuen Gesprächspartnerin: „ Gehört Ihr auch zu den Leuten, die hier immer hin und her fahren?“

Keiner wusste so recht, was nun gemeint war und was man auf diese Frage antworten sollte. Nachdem der Satz fiel, wo denn die ganzen Russen herkommen und wo die Ihren Führerschein machen, wusste die Runde schon in welche Richtung die Diskussion gehen sollte. Die anwesenden Personen der nun politischen Diskussionsrunde drehten sich um 90° Grad ab und der Verfasser dieser Zeilen, der leider am falschen Platz stand, konnte sich einen politischen Monolog der Extraklasse anhören, während Frank, Stephen, Maike, Ralle, Robert, Dr. Dr. Meyer den Tränen nah waren. 


Nach hartem Kampf abermalige Niederlage für DSK 3
„Zuerst hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ - Bericht von Benjamin Kluin

Nachdem wir uns in dieser Saison noch nicht mit Ruhm bekleckert hatten, mussten wir gegen die leicht favorisierten Werderaner unbe-dingt punkten, um nicht vor der letzten Runde auf einen Abstiegsplatz zu rutschen. Mit folgender Mannschaft gingen wir optimistisch
an die Bretter:

1 Benjamin, 2 Ralle, 3 Stephen, 4 Reiner , 5 Gunnar, 6 Dr. Dr. Meyer, 7 Sören, 8 Maike
MF Frank als mentale Stütze dabei …

- An Brett 1 konnte Benjamin schnell, nach solider Partieanlage und wenig Aufregung, ein feiges Schwarzremis erzielen
- Ralle konnte sich aus der Eröffnung heraus, nach zweifelhaftem Eröffnungsexperiment seines Gegners, eine Superstellung herausspielen
- Stephen hatte sich nach kompliziertem Eröffnungsverlauf eine ambitionierte Stellung erarbeitet, die die Möglichkeit von drei Ergebnissen offen ließ. Zudem tickte die Uhr vom Werderaner immer lauter ...
-
Gunnar hatte früh einen Bauer in der Eröffnung verloren und musste mehr oder weniger schon ums Remis kämpfen
- Dr. Dr. Meyer hatte sich mit Weiß leichte Vorteile aus einer staubtrockenen Caro-Kann Variante erarbeitet
- Sören hatte schnell mit Schwarz ausgeglichen und ein Endspiel erreicht in dem ein Remis wahrscheinlich war
- Maike hatte  sich mit Weiß eine solide Stellung erspielt

Wie so häufig in dieser Saison kippte der Mannschaftskampf in der Zeitnotphase und es ging, wie so häufig, bei uns drunter und drüber:
Reiner konnte aus seiner sehr guten Stellung kein Kapital schlagen, die Stellung flachte ab und wurde Remis gegeben.

Ralle hatte anstatt zweizügig in der Eröffnung eine Figur zu gewinnen, sich mit seinen Gegner in die Zeitnotphase „gerettet“. Leider hatte Rechenralle sich in der entscheidenden Phase verrechnet und musste aufgeben.
Sören konnte seinen Gegner im Endspiel überspielen und machte aus einem ausgeglichenen Endspiel ein gewonnenes.
Gunnar zeigte Moral, konnte aber die schon „zu gute Stellung“ seines Gegners nicht mehr aus den Angeln heben.
Die Partie von Maike endete nach kurzen Komplikationen im Endspiel Remis.

Somit stand es 2,5 zu 3,5 aus Delmenhorster Sicht und es war klar, dass noch irgendwie 1,5 Punkte her mussten. Oder war doch noch mehr drin???? Die letzten beiden Partien sollten es in sich haben…..und wie!

Stephens Gegner hatte seine Uhr auf vier Minuten runterlaufen lassen und musste noch ca. 15-20 Züge in komplizierter Stellung machen.  Stephen hatte noch ca. 7 Minuten mehr. In der Zwischenzeit hatte Dr.Dr. Meyer aus einem Schwerfigurenendspiel ein Bauernendspiel gemacht, was objektiv betrachtet nach Remis aussah. Stephens Gegner spielte dann in der Zeitnotphase ziemlich stark und Stephen hatte seinen Gegner zeitlich eingeholt. Die Stellung war nach einem schwachen Zug von Stephen schon besser für Weiß, dennoch erhielt unser Mann dann überraschenderweise (?!) von seinem Gegner ein Remisangebot.
Nachdem Stephen ziemlich lang überlegte, ob er das Remis annehmen soll oder durfte, lief die Zeit im Hintergrund weiter. Kurz vor Ablauf seiner Zeit konnte man noch froh sein, dass er die Hand noch rechtzeitig hoch bekam und mit seinem Gegner das Remis vereinbarte.


Somit brauchten wir einen Punkt!
Wie so häufig in dieser Saison spielte Dr.Dr. Meyer die letzte Partie. (Anmerkung: Wahrscheinlich hatte David Wachinger bei Ausführung seines 40zigsten Zuges auf Zeit verloren, allerdings bemerkten das nur Ulrike und David Wachinger …)
Das Bauernendspiel hatte Studiencharakter. Nachdem Thorsten ein feines Manöver (inkl. Bauernopfer) gefunden hatte, schien die Sache eigentlich klar. Thorsten gewinnt!!! Alle in der Mannschaft waren der festen Überzeugung, dass dieses Endspiel gewonnen sei ... aber Thorsten hatte weiter gerechnet …
Nach dreimaliger Stellungswiederholung wurde die Partie Remis gegeben und Thorsten zeigte nach der Partie, warum die Stellung Remis ist. Acht Spieler schüttelten nur mit dem Kopf und konnte es nicht fassen …

Wir hatten 3,5 zu 4,5 verloren und sind in der letzten Runde zum Siegen verdammt, wenn wir nicht blamabel aus der Stadtliga absteigen wollen!!


Niederlage für DSK 3
Runde 4, 16.12.2012, DSK 3 vs BSG 3   2,5 : 5,5 - Bericht von Benjamin Kluin

Nach unseren letzten Mannschaftssieg gegen Bremer Osten 1 wollten wir natürlich gegen BSG 3 nachlegen und uns zumindest mit angemessenen 4-4 Punkten in die „Winterpause“ verabschieden. BSG 3 war an allen Brettern DWZ-technisch vorne, somit logischerweise auch der klare Favorit, aber das hatte uns gegen den Bremer Osten bekanntlich auch nicht sonderlich gestört.
Ein kleiner Vorteil war schon mal, dass wir im Hotel Thomsen spielen konnten, offiziell ein Auswärtskampf, aber durch den Wunsch der Spielverlegung seitens BSG konnten wir Heimrecht beantragen.

Topmotiviert ging es mit folgender Aufstellung ans Werk:
1 Andree Stürken, 2 Robert Lasarsch, 3 Benny Kluin, 4 MF Ralf Wahrenberg, 5 Stephen Gorman, 6 Reiner Schnorfeil, 7 Gunnar Ahrens, 8 Thorsten Meyer


Gunnar hatte zumindest schon mal die Vorbereitung seines Gegners mit der Geheimwaffe 1. a3 ausgehebelt. Musste aber leider nach ca. zwei Stunden aufgeben. Benjamin konnte mit einen Lb5-Sizilianer großen Vorteil aus der Eröffnung herausspielen und konnte mit einen feinen taktischen Schlag bzw. taktischen Schlägen nach ca. 3 Stunden zum 1:1 ausgleichen.

Beim Stand von 1:1 kam, wie schon im Mannschaftskampf zuvor, unser Sekundant und Mentaltrainer Frank Schröder in die Arena und unterstützte seine Mannschaft wie gehabt in alter Stärke.

An den anderen Brettern sah es tendenziell nicht sonderlich gut für uns aus. Stephen, Andree und Thorsten mussten schwierige Stellungen verwalten. Reiner hatte wie immer eine ziemliche komplizierte und undurchsichtige Stellung auf dem Brett. Robert hatte mit einer soliden Partieanlage mit Schwarz ausgeglichen und Ralf erkämpfte sich mit Schwarz eine aussichtsreiche Position.

Vor Ende der 1. Zeitkontrolle ging es dann wie immer Schlag auf Schlag:
Andree konnte seine schwierige Position nicht mehr verteidigen und musste aufgeben.

Robert steuerte gegen einen starken Gegner einen sicheren halben Punkt bei.
Stephen konnte seine Stellung nicht mehr halten und musste aufgeben.
Somit stand es 1,5 : 3,5 für BSG III.

Dennoch konnte noch gehofft werden:
Ralf konnte aus seinen Stellungsvorteil ausgangs der Eröffnung und kleinem taktischen Intermezzo einen Mehrbauern verzeichnen.
Thorsten hatte eine schlechtere Stellung, aber durch die ungleichfarbigen Läufer konnte man noch Hoffnungen auf einen halben Punkt haben.
Die Stellung von Reiner war ziemlich kompliziert, aber mit Dame + 4 Bauern gegen Turm +Springer + 2 Bauern (einer davon auf d6) konnte man auf einen Punkt hoffen.
Wir hatten also noch Chancen auf ein 4:4!

Reiner konnte nach guter Abwicklung bzw. schlechter Abwicklung seines Gegners in Endspiel mit 4 Bauern gegen 1 Springer gehen. Bei den 4 Bauern handelte es um die Randbauern, unterstützt von seinen Nachbarn auf b6 bzw. g6. Also ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen für den Springer nun gegen zwei Randbauer + Partner los zu hoppeln. Zur Beunruhigung der Mannschaft gingen die Bauern auf h7 und g6 verloren.

Ralf wird in diesen Zusammenhang demnächst Springerendspiele mit der Jugend trainieren, um solche für die Nerven strapazierende Situation zu vermeiden. Wobei der Faktor Spannung nicht vergessen werden sollte!
O-Ton Stephen: „Springerendspiele beim DSK 3 sollten erst ab 18 Jahre freigeben werden!“
Jugendschutz wird beim DSK 3 großgeschrieben!

Am Ende ging aber dennoch ein Bauer durch und Reiner konnte seinen zweiten Punkt in Folge verbuchen. Wieder eine starke Leistung von Reiner, der eine komplizierte Stellung für sich entschied. Wahrscheinlich war die Nervosität seiner Mannschaftskollegen auch unberechtigt und Reiner hatte vor seinem zweifachen Bauernopfer alles berechnet.
Somit stand es 2,5 zu 3,5 für BSG 3.

Thorsten’s Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Damen auf dem Brett verschlechterte sich weiter.
Dann die große Überraschung: Ralf musste seine Partie nach Dameneinsteller aufgeben und wir lagen somit 4,5 zurück. Dass Thorsten seine Partie noch verlor fiel dann auch nicht mehr weiter ins Gewicht.

Endstand 2,5 : 5,5
Die Niederlage am Ende eindeutig zu hoch!
Jetzt zählt es, am 13. Januar Findorff zu besiegen um nicht völlig in den Niederungen der Stadtliga HB zu versinken. Attacke!

Und hier noch die siegbringenden Züge aus der Partie Kluin-Plath
an Brett 3nach 31. ...gxf5
32. Lxf5 Lxf5 33. Dh8+ Kf7 34. Th7+ Sxh7 35. Txh7+ und Aufgabe

wahrscheinlich geht jetzt (s. Diagramm) schon Dxh7+, meint Webmaster

Starke Mannschaftsleistung der Dritten!
Runde 3: DSK 3 vs SF Bremer Osten - Bericht von Benjamin Kluin

Nachdem wir die ersten beiden Mannschaftskämpfe unglücklich verloren hatten, mussten gegen die favorisierte erste Mannschaft der Schachfreunde Bremer Osten unbedingt die ersten beiden Mannschaftspunkte eingefahren werden.

Mit folgender Mannschaftsaufstellung wurde also das Projekt ZWEI PUNKTE in Angriff genommen:

1 Robert 3 Ralle 5 Reiner 7 Andreas
2 Benjamin 4 Stephen 6 Gunnar 8 Anika

An sechs Brettern hatten die SF Bremer Osten ein DWZ-Plus.
Nach ca 1,5 Std. sicherte Anika durch eine sichere Partieanlage problemlos den ersten halben Brettpunkt.

An den anderen 7 Brettern war die Lage unklar und somit noch keine deutliche Tendenz zu erkennen.
Robert hatte mit Schwarz eine solide Position erreicht, Ralf erkämpfte sich mit Schwarz leichte positionelle Vorteile, Benjamin hatte wie Stephen mit Weiß Vorteil aus der Eröffnung herausgeholt.
Reiner hat sich mit Schwarz einen Damengambitbauern einverleibt und stand dadurch ziemlich unter Druck.

Gunnar hatte anspruchsvoll eine Figur für drei Bauern geopfert, aber durch eine Ungenauigkeit einen Bauern wieder geben müssen.
Andreas Caro-Kann Stellung war etwas bedrückt, aber sehr solide.

Nach ca. 2 Stunden folgte das zweite Remis an Brett 4. Stephen hatte zwar eine gute Stellung erreicht, aber dafür sehr viel Zeit investieren müssen, was wahrscheinlich auch an der Fülle der guten Möglichkeiten für Weiß lag.
O-Ton Stephen: „Das war eine Stellung, in der ich gerne drei Türme gehabt hätte!“

Das Remis war, genau wie Anika‘s Remis, als Erfolg zu werten. Somit verlagerte sich das Geschehen auf die anderen sechs Bretter.
In der Folgezeit entwickelten sich die Dinge rasant:

Andreas Gegner stellte eine Qualität ein.
Gunnar konnte die Figur zurückgewinnen, aber behielt seine Mehrbauern.
Reiner kämpfte in gedrückter Stellung weiter mit seinem Mehrbauer.
Ralf vertauschte die Züge und stand danach am Rande des Verlustes.
Robert’s Stellung wurde zunehmend schlechter - was sich dann auch am Zeitverbrauch bemerkbar gemacht hat.
Benjamin hatte einen soliden Vorteil, den er auch weiter ausbaute, und seinen Gegner in Zeitnot brachte.

Als Sekundant und Mentaltrainer traf noch Manschaftskollege Frank Schröder ein, um der Mannschaft in der Zeitnotphase beizustehen. Es sollte helfen…..

Am Ende der ersten Zeitkontrolle schaukelte Andreas seine Qualität locker nach Hause und bescherte uns das 2:1! Sauber!!!!
Gleich darauf folgte das 3:1. Lob an Reiner, der in komplizierter und unangenehmer Stellung die Übersicht bewahrt hat, und seinen Gegner zur Verzweiflung brachte.
Robert verlor dann seine Partie auf Zeit, wobei die Stellung auch nicht mehr spielbar war. Damit riss Roberts starke Serie von zwei Spielzeiten ohne Niederlage.
Ralf konnte seine Stellung nicht mehr halten und musste kurz nach der Zeitkontrolle aufgeben. Somit stand es 3:3.
Aber Gunnar und Benjamin hatten Gewinnstellungen erreicht  und mussten aus zwei Partien mal eben noch 1,5 Punkte holen.
Und tatsächlich konnte Benjamin das Doppelturmendspiel mit zwei verbundenen Freibauern nach kleineren Turbulenzen für sich entscheiden.

Damit stand es dann 4:3 und Gunnar konnte mit Mehrbauern und gewonnem Läuferendspiel ohne jeden Druck auf Gewinn spielen, was letztlich auch sicher gelang und von uns heftig aber dennoch dezent bejubelt wurde.

Am Ende also ein verdientes 5:3 für den ruhmreichen DSK 3!!! Eine absolute starke Mannschaftsleistung! So kann und wird es weitergehen! - Sauber!!!!!!


RÜCKBLICKE
Rückblick auf die Saison 2010/11
Tabelle: Endstand nach Runde 9
Rg.   Mannschaft TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt  
1
  SF Lilienthal   6
2
1
14-4
46,5
auf
2
  TuS Syke   6
2
1
14-4
46,5
 
3
  Bremer SG 3   7
0
2
14-4
44
 
4
  HB-Nord 2  
5
0
4
10-8
42
 
5
  HB-West   4
2
3
10-8
41,5
 
6
  SV Werder 4   4 2
3
10-8
39
 
7
  DSK 3   3 3
3
9-9
37,5
8
  HB-Ost   3
1
6
7-11
37
ab
9
  SF Findorff 2   1
0
8
2-16
26
ab
10
  SC Kattenesch   0
0
9
0-16
0
ab
Rückblick auf die Saison 2008/09
Tabelle: Endstand nach Runde 9
Rg.   Mannschaft TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt  
1
0
HB-Nord 2   8
0
1
16-2
48-24
auf
2
2
SF Lilienthal   7
1
1
15-3
42-29
 
3
0
Bremer SG 3   6
1
2
13-5
42-30
 
4
x
DSK 3  
5
1
3
11-7
36,5-35,5
 
5
0
SF Findorff 2   4
0
5
8-10
37-35
 
6
2
Bremer SG 4   3 2
4
8-10
32,5-39,5
 
7
2
TuS Varrel 2   2 3
4
7-11
30,5-41,5
8
2
SV Werder 5   2
2
5
6-12
30,5-41,5
ab
9
1
Schwanewede   2
0
7
4-14
30-42
ab
10
2
SF Leherheide 2   1
0
8
2-16
30-41
ab
Rückblick auf die Saison 2009/10
 
                   
                   
                   
                   
                   
                   
                   
                   
                   
                   
                   
Rückblick auf die Saison 2007/08
Tabelle: Schlussstand nach Runde 9
Rg.   Mannschaft TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt  
1
0
Findorff 1   9
-
-
18-0
50-22
auf
2
0
BSG 3   7
1
1
15-3
45-27
 
3
2
SV Werder 5   4
2
3
10-8
35-37
 
4
  DSK 3   5
-
4
10-8
34½-37½
 
5
2
SF Leherh. 2   4
-
5
8-10
34-38
 
6
0
TuS Varrel 2   4
-
5
7-11
32½-39½
 
7
2
BSG 4   3 1
5
7-11
33-39
 
8
2
HB-West 1   3
1
5
7-11
32½-39½
ab
9
0
TuS Syke 1   2
1
6
5-13
33½-38½
ab
10
2
SC Vahr 2   1
-
8
2-16
30-42
ab
Rückblick auf die Saison 2006/07
Tabelle: Schlussstand nach Runde 9
Rg.   Mannschaft TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt  
1
  SV Werder 4 1873
7
-
2
14 - 4
46,0-26,0
auf
2
  BSG 4 1821
5
3
1
13 - 5
41,0-31,0
 
3
  TuS Syke 1790
5
2
2
12 - 6
39,5-32,5
 
4
  DSK 3 1764
4
2
3
10 - 8
37,0-35,0
5
  HB-West 1754
4
1
3
9 - 9
40,0-32,0
 
6
  HB-Nord 2
1786
4
1
4
9 - 9
39,0-33,0
 
7
  TuS Varrel 2 1672
3
1
5
7 - 11
29,5-42,5
 
8
  SF Leherheide 2 1714
3
1
5
7 - 11
27,5-44,5
9
  SC Vahr 2 1681
2
1
6
5 - 13
31,0-41,0
10
  SF Achim 1712
1
2
5
4 - 14
30,5-41,5
ab
Rückblick auf die Saison 2005/06
Tabelle: Schlussstand nach Runde 9
Rg. Nr Mannschaft TWZ S R V Man.Pkt. Brt.Pkt  
1
7.
SF Lilienthal 1 1834 6 3 -
15-3
45-27
auf
2
5.
SC Vahr 1 1845 7 1 1
15-3
44,5-27,5
3
1.
Bremer SG 4 1865
5
1
3
11-7
39,5-32,5
 
4
6.
Bremen-Nord 2 1859 4 2 3
10-8
38,5-33,5
 
5
10.
SV Werder 4 1858 3 3 3
9-9
38,5-33,5
 
6
4.
Bremen-West 1 1555 3 3 3
9-9
35-37
 
7
2.
DSK3 1746 3 2 4
8-10
35-37
 
8
3.
SF Achim 1697 3 2 4
8-10
33,5-38,5
 
9
9.
SF Leherheide 2 1692 2 1 6
5-13
27,5-44,5
10
8.
TuS Syke 2 1722 - - 9
0-18
23,0-49,0
ab