DSK - Feierabendligaliga 2019/20

  Name, Vorname
DWZ
01
02
03
04
05
06
07
08
09
Pkt
 
%
1 Sinnhöfer,Jonas
1852
0
-
-
-
2 Monnerjahn,Lukas Malte
1770
½
-
½
0
3 Meyer,Thorsten
1972
-
-
-
-
4 Klattenhoff,Holger
1975
1
-
1
1
5 Ahrens,Gunnar
1702
-
-
-
0
6 Hurrle,Juergen
1634
-
-
-
-
7 König,Emmilie
1470
½
-
1
-
8 Pralle,Thomas
1380
-
-
0
0
9 Gedecke,Richard
1222
-
-
-
-
10 Kroner,Wolfgang
1121
-
-
-
-
11 Klattenhoff,Claudia
915
-
-
-
-
 
 
2
sp-frei
1

20.01.2020: 4. Runde gegen BSG - Bericht von Holger Klattenhoff
Gut angefangen und doch verloren

Am Montag waren wir in der Feierabendliga zu Gast bei der BSG am Osterdeich Gaststätte „Weserterrassen“.
Ein sehr nettes Spiellokal mit großen Räumlichkeiten, zumal zeitgleich dort ein Simultanschachkampf des Vereins stattfand.
Mit Lukas, Holger, Gunnar und Thomas an den Brettern 1 bis 4 erhofften wir uns durchaus Chancen, hier zu gewinnen.
Allerdings hatten die BSGler mit Frank Peters, Manfred Krause, Axel Buhrdorf und Oliver Reif auch eine gute Mannschaft an den Brettern.
In der Anfangsphase der Partien hatte Lukas mit Weiß solide eröffnet und stand passabel. Thomas an Brett 4 stand nach zehn Zügen schon auf Gewinn. Gunnar mit schwarzen Farben mit Ausgleich. Und Holger mit Schwarz?!? Wieder das übliche Leiden. Nach ein paar Zügen wieder ein Eröffnungs-Schnitzer, der die Partie schon auf Verlust stellte.
Im Verlauf der Partie hatte Thomas dann leider einen Bauergewinn mit weiterem Stellungsvorteil (weiterer Gewinn von Bauern) übersehen. Lukas bekam Probleme in der c-Linie, wo der Gegner immer mehr Druck ausübte. Gunnar hingegen hatte bereits frühzeitig alle Leichtfiguren vom Brett getauscht, so dass jetzt die schwere Kavallerie zum Einsatz kam. Holger hingegen bemühte sich um Ausgleich, hatte er doch mit den Doppelbauern in der f-Linie und damit offenen g-Linie sowie einem Läufer auf e7, der eher wie ein Großbauer agierte, aber alles auf der d-Linie zusammenhielt, ein sehr solides Zentrum aufgebaut. Gefährlich waren hier die weißen Springer, die in die schwachen Punkte der Stellung eindringen konnten. Also möglichst schnell die Springer weggetauscht.
Lukas hingegen musste mehr und mehr das Feld seinem Gegner überlassen.
Gunnar verteidigte mittlerweile auch zäh, aber der Gegner spielte nach und nach die Stärken der weißen Schwerfiguren aus. Bauer um Bauern fiel.
Bei Thomas das gleiche Bild. Der Stellungsvorteil war weg und irgendwann musste Thomas als erster die Waffen strecken.
Bei Gunnar war kurz darauf auch nichts mehr zu retten, die schwarzen Bauern waren einfach zu wenige geworden, um die weiße Übermacht noch aufzuhalten.
Somit stand es Null zu Zwei. Es sollte aber noch schlimmer kommen.
Holger hatte mittlerweile die Dame und die Springer tauschen können und es blieben zwei Türme und ungleichfarbige Läufer mit verschachtelten Bauernstrukturen über. Die Stellung war absolut ausgeglichen. Holger suchte nach leichten Vorteilen.
Diese ergaben sich nach Öffnen der a-Linie, die Holger auch sofort besetzte.
Lukas konnte sich dann der Übermacht der schwarzen Stellung und strategischen Position nicht länger erwehren und musste aufgeben.
Damit war der Kampf entschieden.
Holger hatte die leichten Vorteile in einen größeren Vorteil verwandelt in Form eines Turms gegen Läufer, aber die schwarze Stellung war schwierig zu spielen und immer dann, wenn man glaubte, die Partei sollte doch nun gewonnen sein, gab es wieder einem Dämpfer. Holger spielte so schlechte Züge zusammen, dass er die Partie trotz der Qualle mehr wieder auf Verlust zu stellen begann. Der Gegner tat es ihm aber nach und so sah es wieder nach leichtem Vorteil für Holger aus, den er dann auch sofort wieder aus der Hand gab. So wogte die Partie hin und her und zeitlich ging es auf Mitternacht zu. An der entscheidenden Stelle hatte der Gegner die Möglichkeit Schach zu geben oder den gefährlichen Freibauern auf den ersten Blick kostenlos zu nehmen. Schach hätte sofortiges Unentschieden bedeutet. Selbst Holger hatte es nicht wirklich realisiert, aber er hatte seine Türme so geschickt hingestellt, dass der weiße Läufer vom noch gefährlicheren weißen Freibauern abgeschnitten wurde. Der Gegner entschied sich für die Wegnahme des Bauern. Ein folgenschwerer Fehler! Es folgte der Suden Death: Die Türme hatten den weißen König im Visier und Holger realisierte plötzlich das Matt-Bild.  Da nun der weiße Freibauer mit Schach genommen werden konnte, war ein undeckbares Matt entstanden! Richtig „Dusel“ gehabt, aber Endstand leider 1:3.


28.11.2019: 3. Runde gegen Achim - Bericht von Holger Klattenhoff
Sehr glücklich gewonnen!

Gestern Abend hatten wir die Mannschaft aus Achim zu Gast.
Mit Lukas, Holger, Thomas und Emmilie wollten wir gewinnen, da wir in der ersten Runde gegen Kattenesch nur ein Unentschieden erreicht hatten (2. Runde spielfrei).
Zu Beginn entwickelten sich recht ruhige Partien. Emmilie mit einer soliden schwarzen Stellung. Thomas in der Entwicklung mit Vorteil. Holger mit einer wie gewohnt langweiligen aber soliden Stellung. Dies hatte aber nur den Anschein, wie sich später herausstellen sollte. Lukas hingegen schon mit einem gewaltigen Entwicklungsvorteil von zwei Figuren mehr in Spielstellung auf dem Brett. Sah richtig positiv aus. Bei Emmilie tauschten sich recht schnell viele Figuren und übrig blieben jeweils Dame und Springer. Hier begann der Gegner am Königsflügel gefühlt Übergewicht zu bekommen, während Emmilie mit ihrer Dame den Damenflügel eingenommen hatte. Thomas Stellung hingegen verkomplizierte sich am Damenflügel aufgrund der a- und a-Bauern-Stellung, hatte er doch tatsächlich einen Bauern mehr! Holger in der gewohnten Weise, Stellung langsam und gemächlich verbessern. Lukas mit Schwarz mit Raumvorteil begann den Gegner unter Druck zu setzen.
Dann kam aber wieder das Schreckgespenst bei Holger zum Tragen, welches er noch immer aus der ersten Feierabendliga-Saison mit sich rumschleppt. Er stellt unbedacht eine Figur ins Abseits und die weiße Stellung beginnt sich aufzulösen! Anstatt anzugreifen hatte dieses Scenario wohl auch Lukas am ersten Brett beeinflusst. Er begann fehlzugreifen. Vielleicht standen die Bretter auch zu dicht beieinander. Ein Blick von Holger auf das Brett von Emmilie und Thomas. Emmilie alles gut. Thomas nicht so gut. Es sah eng aus. Dann gingen wir durch Emmilie mit 1 zu 0 in Führung. Emmilies starker Springer, der ihren Königsflügel eine geraume Zeit verteidigt hatte, konnte ins Geschehen eingreifen und die Dame vom Gegner war aufgrund Mattdrohung oder Damenverlust nicht mehr zu retten.
Thomas hatte mittlerweile den Bauern wieder verloren, anstatt diesen geschickt zu verteidigen. Die Stellung war völlig unklar. Dann kam die große Stunde von Holger. Mit geschickten Zügen konnte er die weiße Stellung trotz zweier Bauern weniger noch konsolidieren und hatte zu diesem Zeitpunkt zumindest Remis. Bei Lukas sah es nun völlig unklar aus. Es waren noch viele Bauern gegenseitig auf dem Brett, aber Lukas musste sich mit einem Turm gegen zwei starke Läufer erwehren. Bauer um Bauer von Lukas ging verloren. Würde es noch zum Remis reichen, da der Gegner in der b-Linie sich nun auch noch einen mächtigen Freibauern geschaffen hatte. Thomas stand auch immer schlechter.
Schlechter?!? Mit Entsetzen sah Holger das der Gegner noch einen Turm hatte, aber wo war der Turm von Thomas geblieben, hier war wohl nichts mehr zu retten. Also musste Holger das Remisangebot von Gegner ablehnen und weiterkämpfen, zumal sein Gegner nur noch eine Minute auf der Uhr hatte. Die Uhr fiel zu allem Überfluss auch noch aus. Dank Emmilies Unterstützung konnte die Uhr mit den Zeiten wieder in Gang gebracht werden und die Partie ging weiter. Holger mittlerweile nur noch mit einem Bauern weniger und einer hübschen Idee. Wenn schon der Freibauer in der d-Linie (d3) vom Gegner tabu wahr, dann vielleicht mit zwei Türmen den gegnerischen König auf Matt stellen?!? Tatsächlich, der Gegner griff mit Schach den weißen König auf d2 an, worauf dieser den Turm auf b2 einzügig (Kc1) befragte und nach Vorziehen des Bauern auf d2 mit Schach den Turm auf b2 einfach wegnahm, da immer noch Matt drohte. D1 Dame ging nicht, also hatte der Gegner damit einen Turm weniger und die Partie war kurze Zeit später für Holger gewonnen!
Somit 2:0. Thomas musste kurz darauf allerdings aufgeben. Nur noch zwei zu eins, aber Lukas war am Freibauern von Gegner mit König und Turm dran (Turm opfert sich für Bauer und Läufer, übrig bleiben die beiden Könige und ein Läufer von Gegner). Damit diese Partie Remis.
Somit äußerst glücklich gewonnen mit 2.5 zu 1.5!