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Delmenhorster Schachklub von 1931 e.V.

Spannender Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Werder

Holger Klattenhoff

Ein schöner, warmer Sonnentag, zugleich noch Muttertag und Schach bei Werder, sowie Fußball-Bundesligaspiel von Werder gegen AUE um den Aufstieg. Entgegen der Meldung vom Donnerstag waren wir auch vollzählig, da Jan Ahrens noch zugesagt hatte. Um kurz vor zehn waren von uns auch alle an Bord, bis auf einen. Jan fehlte. Kurz darauf die erste schlechte Nachricht des Tages. Jan hatte den Zug verpasst. Gut, das kann passieren. Also kurze Diskussion wie wir aufstellen, Brett zwei wurde geopfert. Somit an Brett 1 mit Jonas, Brett 3 mit Lukas, dann folgten Holger, Reiner, Lothar, Jürgen und Dennis am letzten Brett. Sie mussten zu siebt versuchen den ersten kampflosen Punkt von Werder zu egalisieren.

Das sah zunächst am Brett 3 auch ganz gut aus. Lukas hatte sich mit seiner Eröffnung stabil hingestellt. Auch Reiner an Brett 5 schlug gleich in der Frühphase der Partie durch Bauerngewinn zu, spielte dann allerdings etwas passiv. Lothar hingegen stand gedrückt und hier ließ die Stellung nichts Gutes erwarten. Jürgen hingegen mit sehr gutem Stellungsspiel. Dennis am Brett 8 mit Schwarz und Abwicklungen um den d-Bauern, welcher dann leider für ihn mit Schwarz als Isolani über blieb. Die Stellung war allerdings zu diesem Zeitpunkt völlig unklar.

Und Holger an Brett 4. Eine einzige Katastrophe. Nervös und schon um eine Figur kämpfend, die aber bei genauer Spielweise des Gegners weg gewesen wäre ohne Kompensation. Bei Jonas am ersten Brett wusste man noch nicht so genau. Als erster beendete Lukas seine Partie mit einem schnellen Remis nach Absprache mit Holger.

Holger hatte zwar die Figur vorab gerettet, aber der Gegner drohte immer noch, den unglücklichen Läufer auf g4 mit f5, h3 und g4 einzuschließen und zu gewinnen. Das Spiel des Gegners wurde allerdings ungenauer und Holger ging bei komplizierter Stellung mit einem Bauern in Führung, obwohl der Läufer immer noch in Gefahr war.

Jürgen hatte mittlerweile eine Qualität gewonnen und stand auf Gewinn und Jonas hatte positionelle Vorteile, wie zum Beispiel eine offene Turmlinie. Lothar stand inzwischen richtig schlecht, obwohl es nicht zu sehen war, wie der Gegner den um den schwarzen König auf e7 aufgebauten Verteidigungsriegel knacken wollte. Bei Dennis war die Stellung trotz des isolierten Bauern völlig ausgeglichen. Reiner hingegen geriet mehr und mehr unter Druck durch die schwarzen Angriffsfiguren und musste seine passive weiße Stellung zäh verteidigen.

Dann endlich der Ausgleich zum Stand von 1.5 zu 1.5! Holger hatte sich durch ein Zwischenschach befreit. Was folgte war Damentausch, Figurentausch und Holgers Springer stand goldrichtig, um der Partie plötzlich und unerwartet ein schnelles Ende zu bereiten.

Kurz darauf hatte Reiner Remis angeboten bekommen und auf Anraten von Holger angenommen. Was folgte war in Zeitnot der Lucky Punch des Gegners von Lothar, somit Stand 3:2 für Werder.

Jürgen mit einer zähen Gewinnstellung schaffte es dann aber endlich den Gegner in die Knie zu zwingen. Leider war die Partie bei Dennis trotz aller Versuche hier noch zu gewinnen, nur Remis.

Zwischenstand 3.5 zu 3.5. Nun kam es auf Jonas an und hier ging es jetzt richtig zur Sache. Von beiden Spielern eine hohe Schachkunst und immer, wenn man dachte, Jonas steht auf Gewinn, waren es entweder die kleinen Ungenauigkeiten von Jonas oder auch die überraschenden Züge des Gegners. Letztendlich eine Stunde später, es ging auf 20 Minuten vor 15 Uhr zu, war dann leider nur noch ein Remis drin. Damit alles in allem ein 4:4 Unentschieden. Werder führte in der Bundesliga 1:0 gegen Aue. Doch noch etwas Positives! Die Engine hinterher auf der Rückfahrt ergab für Jonas, dass die Partie mehrmals gewonnen war, allerdings stand er auch zweimal auf Verlust.

Alles in allem wohl ein gerechtes Unentschieden! Hervorzuheben bleibt, dass wir es zu siebt geschafft haben. Kompliment an die Mannschaft!!