Vier Mannschaften zuhause trieben vorweg die Organisatoren fast an die Nichtmachbarkeit. Im Treffpunkt Deichhorst war kaum genug Platz, um alle Spieler unterzubringen und ohne Claudia in der Küche wäre es auch zu viel gewesen. Nachdem dann jeder wusste, wo er hinmusste und in welchen Räumen die jeweiligen Mannschaften spielten, konnte dann endlich um 10 Uhr nach Verlesen der Paarungen der Mannschaftskampf beginnen. Holger, der eigentlich nur Ersatz war, musste kurzfristig einspringen. Nach einer Stunde war generell nix mehr los in der französischen Abtausch Variante. Trotz zwischenzeitlich etwas gedrückter, schlechterer Stellung von Holger ein schnelles Remis.
Sören mit solider Leistung sah sich plötzlich einem massiv durchgeführten Königsangriff nach seiner Rochade gegenüber, wo bei jedem Zug äußerste Genauigkeit zur Verteidigung erforderlich war, sonst wäre die Partie wohl verloren gewesen. Da aber dem Gegner das Material ausgegangen war, musste der sich mit Dauerschach begnügen. Ein weiteres Remis. Karl mit feiner Spielweise, aber auch in dieser Partie gab es kaum Vorteile während des Spielgeschehens, so dass man sich am Ende beiderseitig auf Remis einigte.
Lukas hingegen hatte nach einer Stunde spielfrei, war sein Gegner doch nicht angetreten. Bei Dennis zeigte sich leider die Qualität vom Gegner. Dennis war kaum ebenbürtig und wurde nach und nach überspielt. Er versuchte mit einer Qualität weniger zwar noch zu retten, was zu retten ging, aber nach Ablenkungsmanöver vom Gegner war seine Dame futsch und damit die Partie sofort verloren. Damit war der Vorteil durch Lukas kampflosen Punkt wieder dahin, Zwischenstand 2,5 zu 2,5.
Ralf hingegen hatte seinen Gegner jederzeit im Griff, bis plötzlich war der Vorteil dahin war. Wo war der Vorteil von Ralf geblieben, gesprengte Bauernkette und die Stellung komplett zerfahren und unübersichtlich?!? Komischerweise hat Holger beim Betrachten der Partie wohl einen leicht getrübten Blick gehabt, hat er doch einfach die Mehrfigur von Ralf übersehen. Daher kurzzeitig später 3.5 zu 2.5.
Doch nun zu den beiden entscheidenden Partien des Tages. Thorsten spielte mit besserer Stellung, aber er sollte auch mal mehr riskieren, hatte er doch im Mittelspiel die Chance, dem Gegner eine Figur abzunehmen und nicht nur einen Bauern laut späterer Analyse. So kam wieder das, was kommen musste und immer kommt: Thorsten stand in einem Turmendspiel mit einem Minusbauern und die Stellung machte den Anschein, als sei sie verloren. Aber Thorsten kämpft und konnte dem Gegner letztendlich ein Remis abringen. Faszinierenderweise war das Turmendspiel trotz Minusbauern zu keinem Zeitpunkt verloren, die Analyse zeigte immer 0,0 (Ausgleich).
Und dann erst Richard, es kostete massive Nervenstränge, in der Spätphase dieser Partie überhaupt noch zuzuschauen. Vom Sieg über Unentschieden bis hin zum Verlust ist hier wohl alles möglich gewesen. Am Ende noch ein Unentschieden. Hierzu noch krasser die Computer.Analyse: zu keiner Zeit Vorteile auf einer Seite, sondern 0,0 Ausgleich.
Somit gewannen wir am Ende sehr glücklich mit 4.5 zu 3.5 gegen die Mannschaft der SG Niederelbe.