Mit vier Siegen in den ersten vier Partien dominierte Richard das Turnier direkt zu Beginn. Dass er dabei dreimal die weißen Steine zugelost bekam, war sicherlich hilfreich, soll seine Leistung aber nicht schmälern. Immerhin waren alle seine Gegner vor ihm gesetzt und sogar der nach Elo stärkste Teilnehmer, Ernst Heinemann, musste sich Richard geschlagen geben. Damit ging Richard mit einem halben Punkt Vorsprung in Führung.
Die zwei darauf folgenden Schwarzpartien gingen beide Remis aus. Darauf angesprochen, dass das Turnier für ihn ja sehr gut lief, sagte Richard mir nur: „Der Start war super, aber jetzt hängt es ein bisschen.“ Angesichts von 5 aus 6 Punkten gegen durchweg starke Gegner (Elo-Durchschnitt 1993,5 bis dahin) ein kleines Understatement. Wahrscheinlich hatte er den Turniersieg schon im Blick und sah die Sache wieder knapp werden. Tatsächlich war die Ausgangslage für die letzte Runde aber vielversprechend: Nur die Dänin Katherine Bruntse und Mark Hermanowski vom SK Dorsten waren auf 5 Punkte gleichgezogen und Bruntse hatte offenbar für die Rückreise nach Dänemark die Teilnahme an der letzten Runde abgesagt. Aufgrund der frühen Siegesserie hatte Richard zudem die bessere Buchholzwertung.
Es kam in der letzten Runde also zum direkten Duell mit Mark Hermanowski. Ein Sieg hätte sofort alles klar gemacht, doch letztlich trennten sich die beiden Kontrahenten hier mit einem Remis. Es kam also auf die Feinwertung an, denn aus der Verfolgergruppe hatten zwei Spieler gewonnen und damit auf 5,5 Punkte aufgeholt.
Das AS-Open war diesmal im Anbau an die Wandelhalle gespielt worden, welcher in den vorherigen Jahren für das C-Open genutzt worden war. Das mit 40 Teilnehmer ziemlich kleine C-Open war stattdessen mit im Hauptsaal platziert. Interessanterweise waren alle Partien in der letzten Runde des AS-Open relativ schnell beendet. Während im B- und A-Open noch einige Endspiele ausgekämpft wurden, war damit der Anbau frei für die Siegerehrung des C-Turniers. Das C-Open war aufgrund des Spielmodus ohne Zeitgutschrift und generell höherem Spieltempo natürlich schon lange fertig, sodass bis auf die Sieger kaum jemand geblieben war.
Vom DSK waren im C-Turnier Frederik Hölter (1,5 Punkte), Lisa An (2), Leo Wander (2,5), Sirius Yi (3) und Eric Kracke (4) dabei. Den Turniersieg holte sich der erst achtjährige Illia Burdielov vom SV Kaponier Vechta.



Für die Siegerehrung des AS-Open mussten wir abwarten bis das A- und das B-Open beendet waren. Als es schließlich soweit war durften sich im B-Open auch drei Delmenhorster freuen: Volodymyr Ischenko über einen Rating-Preis und den 6. Platz mit 5,5 Punkten, Nikita Wander ebenfalls über einen Rating-Preis und den 10. Platz (5 Punkte), gleichauf mit Gunnar Ahrens der den 12 Platz und einen Seniorenpreis erreichte. Des weiteren hatten im B Turnier Liz Eitel, Emmilie König, Elina Rabe (je 3,5 Punkte) und David An (4,5 Punkte) mitgespielt.
Im AS-Turnier hatte uns außerdem noch Florian Salim begleitet und mit den anderen Jugendlichen in der Ferienwohnung übernachtet. Für ihn lief es leider nicht so gut. Nach einem Schwarzsieg in Runde 2 sprangen nur noch zwei Remis für ihn heraus. Im A-Open hatten zudem noch Fred Hedke (2,5 Punkte) und Thorsten Meyer (3) mitgespielt.
Bei der Siegerehrung waren wir inzwischen bei den Hauptpreisen des AS-Opens angekommen. Die offene Frage war nun, ob die Feinwertung für Richard ausreichen würde. Und das tat sie. Mit einem Buchholzpunkt Vorsprung durfte Richard Schier den Pokal für den Turniersieg entgegen nehmen. Wir haben alle eine tolle Turnierlestung hingelegt und hoffen, dass es auch auf den kommenden Turnieren weiter so gut läuft.
